Von Angelika Franz

"Großvater Geier": Jadefigur aus dem Grab von K'utz Chman
Er war einer der ganz Großen der Geschichte: Im Westen von Guatemala haben Archäologen das Grab von K'utz Chman gefunden. Der Priester regierte die Stadt Tak'alik Ab'aj und gilt als der älteste bekannte Maya.
"Er war ein großer Häuptling", sagt Ausgräber Miguel Orrego, "er überbrückte die Lücke zwischen den Kulturen der Olmeken und der Maya." K'utz Chman ist bekannt dafür, dass er kulturelle Neuerungen wie den Bau von Pyramiden und Skulpturenporträts der Herrscherfamilien einführte.
Als Grabbeigaben hatten seine Untertanen dem Herrscher reichen Jadeschmuck, darunter eine Halskette mit einer geierköpfigen Menschengestalt als Anhänger, mit ins Grab gegeben. Diese Figur ist ein Symbol für Macht und Reichtum - eine Auszeichnung, die angesehenen alten Männern verliehen wurde. Dazu passt auch der Name des Toten: K'utz Chman bedeutet in der Sprache der Maya "Großvater Geier". Die Archäologen konnten mit Hilfe von Radiokarbondatierungen das Alter des Grabes zwischen 770 und 510 v. Chr. bestimmen. Allerdings fanden sie nur noch Beigaben. Die Gebeine von Großvater Geier hatte die Erde sich bereits wieder restlos zurückgeholt.
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