Nanophysik Atome unterm Mikroskop

Deutsche Physiker machen mit einem Rasterkraftmikroskop erstmals die inneren Strukturen einzelner Atome sichtbar.


Augsburg - Einer Gruppe von Wissenschaftern der Universität Augsburg unter Leitung von Franz Giessibl gelang es, die inneren Strukturen einzelner Atome mittels eines Mikroskops sichtbar zu machen und auch die Elektronenwolken eines Atoms direkt abzubilden.

Das einzele Atom unter dem Rasterkraftmikroskop
Universität Augsburg

Das einzele Atom unter dem Rasterkraftmikroskop

Dafür hatten die Augsburger Physiker ein eigenes Rasterkraftmikroskop entwickelt: Neu an dem Verfahren ist der Einsatz einer aus einkristallinem Quarz gefertigten Stimmgabel als Federbalken, die die Oberfläche eines Siliziumchips abbildet. Damit erreichen die Forscher eine einzigartige Auflösung: Die Bilder aus dem Inneren der Atome zeigen eine an einen Pilz mit Stiel und Hut erinnernde Doppelstrukturm, die aus der räumlichen Verteilung der Anziehungskraft zwischen Spitze und Probe resultiert. Die vom Atom ausgehenden Elektronenwolken werden separat abgebildet.

Die Forscher erwarten, dass es in Zukunft gelingen wird, mit diesem Verfahren die Elektronenwolken von einer Vielzahl von Atomen in verschiedenartigen Kristallen abzubilden um damit ein verbessertes Verständnis des Verhaltens von Elektronen in Festkörpern zu erzielen.

Franz Giessibl leitet die Rastersondenmikroskopiegruppe am Lehrstuhl von Jochen Mannhart an der Universität Augsburg, und ist Träger des deutschen Nanowissenschaftspreises 2000.

Das wusste auch das renommierte Wissenschaftsmagazin Science zu würdigen: In der Ausgabe vom 21. Juli (Volume 289) erfahren die Augsburger gebührende Anerkennung.

Augsburger Forscher entwickelten ein eigenes Rasterkraftmikroskop
Universität Augsburg

Augsburger Forscher entwickelten ein eigenes Rasterkraftmikroskop



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