Die Herstellung solcher Erbgut-Bauklötzchen haben Russel Goodman von der University of Oxford und seine Kollegen gerade mächtig vereinfacht. Ihre Methode stellt winzige, pyramidenförmige Gebilde aus DNA innerhalb von Sekunden her - die DNA falte sich gewissermaßen selbst in Form.
DNA wird als günstiges Nano-Baumaterial betrachtet, weil seine Basenpaare es einfach machen, Verknüpfungen herzustellen und das Arbeiten damit vergleichsweise billig ist. Die meisten Methoden dafür erfordern aber einen aufwendigen, mehrstufigen Prozess, bei dem zudem jeweils nur einige wenige Gen-Bauklötzchen von der geforderten Stabilität und chemischen Zusammensetzung herauskommen.
Das neue Verfahren, über das Goodmans Team in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Science" berichtet, liefert viel bessere Ergebnisse: 95 Prozent der erzeugten Werkstücke sind brauchbar (Bd. 310, S. 1661).
Goodman und seine Kollegen übten auch mit einer mikroskopisch kleinen Spezialapparatur Druck auf die DNA-Tetraeder aus. Sie erwiesen sich als ziemlich stabil, knickten aber an einem bestimmten Punkt irreversibel ein. Die Bedingungen für das Biegen und Brechen von DNA ist ein unter Fachleuten heiß diskutiertes Thema - nun haben sie mit der Methode von Goodmans Team ein neues Werkzeug zur Untersuchung solcher Fragen an der Hand.
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wissenschaft | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Mensch | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH