Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Naturkatastrophen: Die zehn gefährlichsten Städte der Erde

Taifun Haiyan wütete auf den Philippinen (Archiv): Schlimmste Naturkatastrophe 2013 Zur Großansicht
Getty Images

Taifun Haiyan wütete auf den Philippinen (Archiv): Schlimmste Naturkatastrophe 2013

Große Städte, großes Risiko - eine Versicherung hat die zehn Metropolen ermittelt, in denen die meisten Menschen durch Naturkatastrophen gefährdet sind. Riskant lebt demnach vor allem die Bevölkerung in Asien - und in einer US-amerikanischen Stadt.

Stürme, Überschwemmungen und Erdbeben - die Natur hält viele Gefahren für die Menschen bereit. Mit Hilfe einer Schadenstatistik hat der Rückversicherer Swiss Re die zehn Städte ausfindig gemacht, in denen die meisten Menschen durch Naturkatastrophen bedroht sind. Ganz oben auf der Rangliste: Megacitys in Asien.

Die Statistiker der Versicherung untersuchten die 616 größten Metropolen und Metropolregionen der Erde. Alle Städte und Regionen zusammen beherbergten 1,7 Milliarden Menschen, etwa 25 Prozent der Weltbevölkerung, heißt es in dem Bericht. Der Großteil der untersuchten Städte liegt mit 334 in Asien oder Ozeanien. Aus Europa wurden 90 Metropolen einbezogen, aus Nordamerika 83, aus Afrika 60 und aus Südamerika 49.

Grundlage für die Berechnung waren Versicherungsdaten aus den jeweiligen Regionen zu Schäden an Gebäuden, Verletzungen oder Evakuierungen durch Erdbeben, Hurrikans, Zyklone, Sturmfluten, Hochwasser und Tsunamis. Auch Todesfälle bezogen die Statistiker ein. Das Ergebnis: Am meisten Menschen sind in den Regionen um Tokio, Manila, Hongkong, um die japanischen Städte Osaka und Kobe sowie Jakarta durch Naturkatastrophen bedroht.

Fotostrecke

10  Bilder
Top Ten der gefährlichsten Städte: Im Griff der Naturgewalten
Eine Schwäche der Untersuchung: Wo viele Menschen leben - vor allem in asiatischen Megacitys -, sind potentiell auch viele Menschen durch Naturkatastrophen gefährdet. Das Ergebnis kommt daher wenig überraschend.

Klimawandel "als zusätzlicher Schadenverursacher"

Insgesamt verursachten Katastrophen 2013 umgerechnet 101 Milliarden Euro wirtschaftliche Schäden. Auch das haben die Statistiker der Rückversicherung ausgerechnet. Damit verlief 2013 relativ glimpflich: Der Wert liege sowohl unter den für 2012 berechneten 196 Milliarden Dollar als auch unter dem inflationsbereinigten Zehnjahresdurchschnitt von 190 Milliarden Dollar, teilte der Konzern mit.

Die schlimmste Naturkatastrophe 2013 war der Untersuchung zufolge der Taifun "Haiyan" auf den Philippinen. Als schlimmstes von Menschen verursachtes Unglück stufte die Swiss-Re-Studie den Brand in einer Textilfabrik in Bangladesch ein, bei dem mehr als 1100 Menschen starben. Insgesamt verloren im vergangenen Jahr rund 26.000 Menschen ihr Leben durch Unglücke und Katastrophen.

Am teuersten für die Versicherungsbranche war laut Swiss Re das Sommerhochwasser in Mitteleuropa. Insgesamt hätten die Überschwemmungen sechs Milliarden Dollar Schaden verursacht, davon seien vier Milliarden Euro versichert gewesen. Zweitteuerstes Ereignis waren demnach die heftigen Hagelfälle in Deutschland und an einigen Orten in Frankreich im Juli mit Forderungen von 3,8 Milliarden Dollar an die Versicherer. Insgesamt waren von den 140 Milliarden Dollar Gesamtschäden weltweit geschätzte 45 Milliarden Dollar durch Versicherungen abgedeckt.

Für die Zukunft erwartet Swiss Re wachsende Schäden durch Katastrophen. Hintergrund seien die Wirtschaftsentwicklung, das Bevölkerungswachstum und die zunehmende Urbanisierung. Eine immer wichtigere Rolle werde wahrscheinlich der Klimawandel "als zusätzlicher Schadenverursacher" spielen.

jme/AFP

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 32 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. welche stadt in usa
henryboehm 26.03.2014
ist am gefaehrlichsten?
2.
Raúl gonzales 26.03.2014
Eine Stadt in den USA
3. Für die ganze Welt.
Margot 357 26.03.2014
Zitat von henryboehmist am gefaehrlichsten?
Washington, D.C.
4. Teheran
JurassicPark 26.03.2014
liegt definitiv nicht an der Nordanatolischen Verwerfung!
5. @henryboehm
leafs 26.03.2014
Guckst Du Fotostrecke. Platz 9.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Fotostrecke
Erdrutsch in Washington: Mehr als hundert Vermisste nach Schlammlawine

Vorher/nachher in Japan

Die schwersten Erdbeben
Die stärksten Beben seit 1900
1960 Chile, Valdivia , Stärke 9,5
1964 Großes Alaska-Beben , Stärke 9,2
2004 Seebeben vor Sumatra , Stärke 9,1
1952 Kamtschatka, Stärke 9,0
2010 vor Maule, Chile , Stärke 8,8
1906 vor Ecuador, Stärke 8,8
Todesopfer bei Beben
1976 China, Tangshan , offiziell 255.000 Tote, inoffizielle Schätzung: 655.000 Opfer
2004 Seebeben vor Sumatra , 227.898 Tote
2010 Haiti , nach offizieller Schätzung 222.570 Tote
1920 China, Haiyuan , 200.000 Tote
1923 Japan, Kanto, 142.800 Tote
1948 Turkmenistan, Ashgabat, 110.000 Tote
Historische Beben
1556 China, Shaanxi , 830.000 Tote
1976 China, Tangshan , offiziell 255.000 Tote, inoffizielle Schätzung: 655.000 Tote
1138 Syrien, Aleppo, 230.000 Tote
2004 Seebeben vor Sumatra , 227.898 Tote
2010 Haiti , Stärke 7,0, 222.570 Tote
856 Iran, Damghan, 200.000 Tote

Quelle: U.S. Geological Survey

Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: