Ausgegraben - Neues aus der Archäologie Blut des geköpften Königs Ludwig entdeckt
König Ludwig XVI. endete in der Französischen Revolution unter der Guillotine - jetzt fanden Forscher seine Blutspuren. Außerdem im archäologischen Wochenrückblick: die Munition einer historischen Familienfehde, dekadente Mönche und Opfergaben im Vulkanschlund.
Am 21. Januar 1793 tauchte Maximilien Bourdaloue sein Taschentuch in eine Blutlache. Es war das Blut, das aus dem kopflosen Hals des französischen Königs Louis XVI. tropfte. Dann steckte Bourdaloue das Tuch in einen ausgetrockneten Kürbis, der mit den Köpfen der Revolutionshelden verziert war. So unglaublich die Geschichte klingt - sie ist wahr. Das konnte jetzt der Pathologe Philippe Charlier nachweisen.
In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Forensic Science International" veröffentlichte er die Ergebnisse seiner Untersuchungen des Kürbisinneren. Tatsächlich fand er in der DNA aus den Blutspuren eine seltene genetische Signatur. Dieselbe trug sein Vorfahr Henri IV.
Henri IV. und Louis XVI. liegen sieben Generationen auseinander, doch die auffällige Gensignatur gab der Herrscher über seine männlichen Nachkommen weiter: "Sie haben über die Väter eine direkte Verbindung", schreibt Charlier. In den Wirren, die Louis XVI. und seine Königin Marie-Antoinette das Leben kosteten, wurde auch das Grab seines Vorfahren geschändet.
Die Knochen Henri IV. begruben die Revolutionäre in einem Massengrab. Nur den Kopf schnappte sich jemand als Souvenir. Erst im Jahr 2010 konnte er tatsächlich anhand von typischen Gesichtsmerkmalen als der Kopf Henris IV. identifiziert werden. Sein letzter Besitzer, ein französischer Finanzbeamter, gab ihn daraufhin zur Wiederbestattung in Saint-Denis frei.
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Dass sich der Kopf eines französischen Königs im Besitz eines FINANZBEAMTEN befand ist signifikant für unsere Zeit, findet ihr nicht?
Einjeder Mensch hat doch Idole. Wieso sollte man, wenn man kann, nicht gleich deren Kopf im Regal stehen haben? ;)
Mal wieder sieht man den Unterschied zwischen der historischen wahrheit und dem heutigen Bild: Die "schwer bewaffneten" Hatfields verfügten (nach dem Photo) über zwei Gewehre und drei Revolver - bei immerhin 21 Personen. Ihre Kontrahenten verfügte - laut Artikel - über eine (!) Schrotflinte sowie weitere nicht näher spezifizierte Waffen. zu mindest die Hatfields verfügten damit statistisch etwa über 0,25 Waffen je Kopf.