Ausgegraben

Ausgegraben - Neues aus der Archäologie Shert Nebtis seltsame Ruhestätte

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5. Teil: +++ Goldenen Schnitt nutzten Künstler schon vor 15.000 Jahren +++


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Steinzeitkunst: Schön graviert
Vor 15.000 Jahren ritzten Künstler Tierfiguren in den Schiefer bei Gönnersdorf am Rand der Eifel. Einige waren dabei offenbar begabter als andere - ihre Gravuren können wir auch nach heutigem Empfinden noch als schön bezeichnen. Ihr Trick: Sie legten die Figuren nach dem goldenen Schnitt an: dem Teilungsverhältnis einer Fläche, bei dem das Verhältnis des Ganzen zu seinem größeren Teil dem Verhältnis des größeren zum kleineren Teil entspricht. Dieses später in der Kunst des Spätmittelalters und der Renaissance oft angewendete Stilmittel wurde erstmals von dem griechischen Mathematiker Euklid beschrieben. In Gönnersdorf war es anscheinend schon lange vorher bekannt.

Eine Auswertung von 3-D-Scans einiger Pferdekörper zeigt, dass sich die gut gelungenen Pferdegravuren in Metrik und Linienführung signifikant von weniger gelungenen Exemplaren unterscheiden. Eine geschickte Liniendopplung an den richtigen Stellen wirkte noch als Effektverstärker.

Alexandra Güth vom Forschungszentrum und Museum für menschliche Verhaltensevolution (MONREPOS) in Neuwied berichtet in der Oktoberausgabe des "Journal of Archaeological Science": "Unser Sinn für Ästhetik hat sich offenbar über fast 18.000 Jahre nicht verändert. Was wir heute als schön und harmonisch empfinden, wurde auch damals schon so beurteilt. Die Werke dieser Künstler haben sich durchgesetzt und zwar bis heute."

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9 Leserkommentare
kulinux 11.11.2012
Grerd 11.11.2012
Stimmviech 11.11.2012
alBab 11.11.2012
taglöhner 11.11.2012
O.W. von Feinzinn 11.11.2012
Tiananmen 11.11.2012
twinketoe 11.11.2012
Ralf Opdenhövel 12.11.2012

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