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Ausgegraben - Neues aus der Archäologie Kinderknochen erzählen von Maya-Tragödie

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3. Teil: +++ Mesopotamische Hochkultur war nicht allein +++

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Zweistromland: Indus-Kultur fast zeitgleich mit Sumer
In Mesopotamien entstand die erste Hochkultur - doch sie war nicht allein. Neue Forschungen haben gezeigt, dass die Indus-Kultur gut 2000 Jahre älter ist als bislang angenommen - und damit schon zur etwa gleichen Zeit entstand wie die mesopotamische. Bisher glaubte man, die Anfänge der Indus-Kultur lägen erst um rund 3750 vor Christus. Neue Datierungen weisen nun eher auf eine Zeit um 6000 vor Christus.

Die neuen Daten wurden von B.R. Mani, Generaldirektor des Archaeological Survey of India, und seinem Amtsvorgänger K.N. Dikshit auf einer Konferenz in Chandigarh präsentiert. Sie stammen aus den Regionen Ghaggar-Hakra und Belutschistan. Sumer im Süden des mesopotamischen Schwemmlandes gilt als erste Hochkultur der Menschheit. Von hier aus gelangten, so Mani und Dikshit, die ersten Bauern rasch mit der Kenntnis des Ackerbaus und ihrer eigenen Sprache ins Indus-Tal und ließen sich dort nieder.

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4 Leserkommentare Diskutieren Sie mit!
joachimmilz 17.11.2012
kalumeth 18.11.2012
kartoschka 19.11.2012
spon-facebook-10000363349 21.11.2012
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Archäologische Methoden der Datierung
Radiokarbondatierung
Das radioaktive Kohlenstoffisotop C-14 wird in der Atmosphäre ständig durch kosmische Strahlung erzeugt und gelangt in Form von Kohlendioxid (CO2) in die Biosphäre. Pflanzen, die CO2 aufnehmen, werden von Tieren und Menschen gegessen. Sie enthalten eine niedrige Aktivität, die überall und über lange Zeiträume gleich ist. Stirbt ein Lebewesen, nimmt es kein C-14 mehr auf und die Aktivität klingt in 5730 Jahren um die Hälfte ab. Je älter ein Fund, desto geringer seine Aktivität. Man kann damit bis zu einem Alter von circa 50.000 Jahren datieren.
Lumineszenzdatierung
Sie beruht auf einem Strahlenschaden durch die fast überall vorhandenen radioaktiven Elemente Uran, Thorium und Kalium. Die Halbwertszeiten der Radionuklide dieser Elemente sind so lang, dass man von einem konstanten Radioaktivitätspegel ausgehen kann. Als Sensoren für die Strahlenschäden verwendet man meist Quarz und Feldspäte, die in Keramik und in Sedimenten immer vorhanden sind. Diese Minerale senden Licht aus, wenn sie erhitzt werden (Thermolumineszenz) oder beleuchtet werden (optisch stimulierte Lumineszenz). Je älter die Keramik, desto stärker das Leuchten.
Stratigraphie
Über die Stratigraphie wird das Alter eines Gegenstands anhand der Erdschicht bestimmt, in der er vorgefunden wurde. Die Schichten (lateinisch Straten) entstehen durch natürliche Ablagerungen und menschliche Aktivitäten. Die Stratigraphie kann deshalb gut mit den anderen Methoden kombiniert werden. Wurde beispielsweise ein Holzstück mit der C-14-Methode präzise datiert, kennt man auch das Alter eines Fundstücks, das in direktem Zusammenhang in derselben Erdschicht lag.