Ausgegraben: Heilige Kühe aßen schon vor 4000 Jahren Curry

Von Angelika Franz

2. Teil: +++ Artefakt von der Vermessung der Welt +++

Petersdom, Rom (Archiv): Wie lang ist der Meridian, der ihn durchläuft?Zur Großansicht
dapd

Petersdom, Rom (Archiv): Wie lang ist der Meridian, der ihn durchläuft?

Wie lang ist der Meridian, der durch den Petersdom läuft, und wieviel Land besitzt die katholische Kirche? Um Antworten auf diese beiden Fragen zu finden, beauftragte Papst Benedikt XIV. im Jahr 1750 die Jesuiten Christopher Maire und Roger Boscovich mit der Vermessung. Als Masseinheit suchten sich die beiden Geodäten eine Strecke zwischen dem Grab der Cecilia Metella und einer Ruine in der Nähe der Stadt Frattocchie. Auf dieser Grundeinheit ließen sich weitere Dreiecke bilden, die man zur Vermessung über das Land oder sogar über ganze Kontinente legen konnte. Beide Endpunkte der Grundlinie lagen genau auf der alten römischen Via Appia, die von Rom nach Brindisi führte. Das Land war flach und sowohl das Grab als auch die Turmruine als Landschaftsmarker weithin sichtbar. "Markierungspunkt A", am Grab der Cecilia Metella, wurde bereits 1999 gefunden.

Nun haben Archäologen auch den "Markierungspunkt B" entdeckt: Ein Steinblock mit einer gelochten Metallplatte darauf. Doch der stammt nicht von Maire und Boscovich. Als 1755 ihr Werk unter dem Namen "De Litteraria expeditione per pontificiam ditionem ad dimetiendos duos meridiani gradus a PP. Maire et Boscovicli" erschien, wurden die Ergebnisse heftig kritisiert. Zwischen November 1854 und April 1855 machte sich der Leiter der Vatikansternwarte Angeloa Secchi daran, alles noch einmal von vorne zu vermessen: Er war es auch, der die Markierungssteine aufstellte. Wie schon Markierungspunkt A am Grab der Cecilia Metella wird auch Markierungspunkt B an der Turmruine nicht entfernt, sondern darf als Monument vor Ort verbleiben. Die Grundlinie zwischen den beiden Markern maß genau 12.043,14 Meter.

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insgesamt 3 Beiträge
man_vs_ape 03.02.2013
Die Washington State University in Vancouver liegt in den USA und nicht in Kanada. Schon der Name Washington State dürfte das nahe legen, eine kurze Suche bei Google zeigt dann auch dass es ein Vancouver im Staat Washington gibt
Die Washington State University in Vancouver liegt in den USA und nicht in Kanada. Schon der Name Washington State dürfte das nahe legen, eine kurze Suche bei Google zeigt dann auch dass es ein Vancouver im Staat Washington gibt
Schlaflöwe 03.02.2013
seit wann werden Begriffe wie "Indu-Kultur", die ihren Sinn erst durch eine Verbindung miteinander erhalten, also durch den Bindestrich, nicht mehr mit der Verbindung geschrieben, also jedes Wort für sich? Ich bin [...]
seit wann werden Begriffe wie "Indu-Kultur", die ihren Sinn erst durch eine Verbindung miteinander erhalten, also durch den Bindestrich, nicht mehr mit der Verbindung geschrieben, also jedes Wort für sich? Ich bin enttäuscht darüber, dass ausgerechnet der Spiegel, den ich bisher auch in dieser Hinsicht für seriös hielt, jetzt auch Schlechtdeutsch nachäfft.
hatomune 03.02.2013
Der Löwe schläft nicht! Und: Kühe essen nicht! Sie fressen! Wieder und wieder und setzen dabei ihren mehrteiligen Wiederkäuermagen ein. Es sei denn, der Kommentar ist im übertragenen Sinn zu lesen: So etwa wie "dumme [...]
Zitat von Schlaflöweseit wann werden Begriffe wie "Indu-Kultur", die ihren Sinn erst durch eine Verbindung miteinander erhalten, also durch den Bindestrich, nicht mehr mit der Verbindung geschrieben, also jedes Wort für sich? Ich bin enttäuscht darüber, dass ausgerechnet der Spiegel, den ich bisher auch in dieser Hinsicht für seriös hielt, jetzt auch Schlechtdeutsch nachäfft.
Der Löwe schläft nicht! Und: Kühe essen nicht! Sie fressen! Wieder und wieder und setzen dabei ihren mehrteiligen Wiederkäuermagen ein. Es sei denn, der Kommentar ist im übertragenen Sinn zu lesen: So etwa wie "dumme Kuh"! Die Männer wären dann damals auch die Köche gewesen und die Weiber ham gemampft. Man muss sich auch fragen, ob die Einordnung der "essenden" Kühe im Sinne von "HEILIG" Sinn macht. Es muss vermutet werden, dass die alten Texte darüber nix hergeben. Erst war der Mann, dann der "heilige Mann"! Und erst dann die heilige Kuh. Und ganz zuletzt das mampfende Weib. Richtig ist, dass Curry dabei eine wesentliche Rolle spielte: Die Methanabgasungen sind mit Hilfe der Gewürzmischungen zu weihrauchähnlichen Fragranzen geworden. Man vermutet, dass Alexander der Große davon eine Dosis zu viel genommen hat. Er hatte ja ein gutes Näschen. Es gibt auch andere Theorien, aber das führt wahrlich zu weit!
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  • Sonntag, 03.02.2013 – 07:12 Uhr
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Zur Autorin
  • Sabine Bungert
    Angelika Franz ist Archäologin. Als freie Autorin schreibt sie meistens über Kriege, Seuchen und alles, was verwest, verrottet und verfallen ist. Trotzdem ist sie keineswegs morbide veranlagt, sondern findet, dass Archäologie vielmehr die praktischen Dinge des Lebens lehrt. Bei Bedarf kann sie ein Skalpell aus Flint schlagen, in einer Erdgrube Bier brauen oder Hühner fachgerecht mumifizieren.
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