Von Angelika Franz

Ausgrabungen am Pig Point: Gruben über lange Zeiträume hinweg geöffnet und gefüllt
Doch die Indianer begruben ihre Vorfahren nicht einfach in der Erde und ließen es dann gut sein. Die Archäologen bargen lediglich Arm- und Beinknochen sowie Schädel aus den Gruben - von Beckenknochen, Wirbeln oder Rippen keine Spur. Und alles - die Knochen wie auch die Artefakte - waren vor der Beisetzung mutwillig zertrümmert worden.
Es ist bekannt, dass viele Indianer, wie zum Beispiel die Irokesen, ihre Toten einige Zeit nach der ersten Beisetzung noch einmal durch die Gegend transportierten und erneut begruben. Doch sie zerstückelten die Toten nicht - die Rituale von Pig Point scheinen also anderer Natur gewesen zu sein.
Es ist auch noch nicht klar, welcher Stamm seine Vorfahren hierher brachte. Die Vermessung der Knochen ergab jedenfalls, dass sie kleiner waren als die meisten Prärie-Indianer. Was auch immer hier geschah, Pig Point war schon immer ein heiliger Ort. Ganz in der Nähe der Gruben fanden die Archäologen eine Stelle, deren Boden von Wigwam-Pfostenlöchern durchbohrt war. Die ältesten Löcher können bis zu dreitausend Jahren alt sein, die jüngsten stammen noch aus dem 16. Jahrhundert nach Christus.
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