Von Angelika Franz
+++ Römerporträt vom Schädel angefertigt +++
Vielleicht hätte er sich selbst wiedererkannt? Im National Roman Legion Museum in Caerleon, Wales, geht jetzt ein Porträt eines Römers in die Ausstellung, dessen Gesicht allein aus seinem Schädel rekonstruiert wurde. Der Mann starb um 200 n. Chr., als er um die 40 Jahre alt war. Den Forschern gelang es, mit Zahnschmelz von einem seiner Zähne eine Isotopenanalyse durchzuführen. Dabei kam heraus, dass der Römer schon seine Kindheit in der Gegend von Caerleon verbrachte.
Er lebte zur Hochphase des römischen Forts in Caerleon, als dort um die 6000 Soldaten stationiert waren. Die Tatsache, dass er nicht verbrannt wurde, sondern eine Körperbestattung bekam, deutet darauf hin, dass er reich war.
Von seinem Schädel wurde zunächst ein digitales dreidimensionales Modell angefertigt, auf das die Gesichtsrekonstruktion aufgebaut wurde. Das Porträt fertigte die Künstlerin Penny Hill in römischen Maltechniken an. Es entstand in Enkaustik, wobei in Wachs gebundene Farbpigmente heiß auf den Maluntergrund aufgetragen werden.
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