Ausgegraben - Neues aus der Archäologie Auf der Spur der Roten Königin
Ihr Leichnam ist üppig mit roter Farbe verziert: Zweifellos war die "Rote Königin" von Palenque eine wichtige Persönlichkeit. Jetzt haben Archäologen ihre Identität herausgefunden. Außerdem im Wochenrückblick: reiselustige Süßkartoffeln - und die Überreste eines schaurigen Tumors.
Wer war die "Rote Königin" von Palenque? Um diese Frage zu klären, untersucht eine Gruppe von Archäologen und Biologen die DNA der Frau, die vor mehr als 1300 Jahren in der Maya-Stadt bestattet und üppig mit roter Farbe dekoriert wurde. War sie die Frau eines Herrschers? Gar die Frau von Pakal, der 68 Jahre lang die Geschicke der Stadt lenkte? Oder seine Mutter Muwaan Mat, die übergangsweise die Regierungsgeschäfte führte, bis Pakal am 29. Juli 615 mit zwölf Jahren alt genug war, den Thron zu besteigen?
Im vergangenen Jahr entnahmen Forscher eine Probe aus einem der Rückenwirbel, bevor die Überreste der Roten Königin wieder in das im mexikanischen Bundesstaat Chiapas gelegene Palenque zurückgebracht wurden. Aus dem Kollagen im Rückenwirbel konnte Javiera Cervini von der Universidad Autónoma de Madrid DNA gewinnen. Die Ergebnisse, zusammen mit einer C14-Datierung und einer Gesichtsrekonstruktion, reichten aus, um die meisten der Kandidatinnen von der Liste streichen zu können.
Übrig blieb am Ende Tz'ak-b'u Ajaw, die Frau des Pakal und Großmutter des letzten Maya-Herrschers. Sie starb im Alter von rund 60 Jahren und litt unter schwerer Osteoporose. Die Gräber der Roten Königin und Pakals sind die beiden größten und aufwendigsten Gräber in Palenque.
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- Angelika Franz ist Archäologin. Als freie Autorin schreibt sie meistens über Kriege, Seuchen und alles, was verwest, verrottet und verfallen ist. Trotzdem ist sie keineswegs morbide veranlagt, sondern findet, dass Archäologie vielmehr die praktischen Dinge des Lebens lehrt. Bei Bedarf kann sie ein Skalpell aus Flint schlagen, in einer Erdgrube Bier brauen oder Hühner fachgerecht mumifizieren.
Sabine Bungert - Homepage von Angelika Franz
- Angelika Franz:

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So ist es, frisch, kurz und nützlich, sehr interessant und fortbildend diese Artikel !!! Gerne mehr davon! Tomate= tomatl auf náhuatl Schokolade = xocoatl, chocoatl auf náhuatl Mesoamerikanische Kultur trägt auch heute noch dazu bei unser tägliches Leben zu bereicher. :-) aus dieser Seite des großen Tümpels
Die Kartoffel, so vermutet man, kommt aus dem Inca Reich. In Peru gibt es so um die 3000 Kartoffelsorten, welche zum Teil endimisch auch nur dort gedeihen. Interessanterweise gelang die Knolle wohl auch über den Pazifik, (oder doch durch den Umweg über Europa) was jedoch nahelegen könnte dass die früheren Kulturen zwischen Asien und Südamerika doch mehr Kontakt hatten als vermutet. Letztens las ich auch dass durch Genanalysen fesgestellt wurde dass chinesen mit Nordamerikanischen Ur Zivilisationen verwandt seien. Da kann ich mir vorstellen auch diese Analysen mit Südamerikanischen nativen Kulturen zu versuchen. Allemal, wir tappen nicht mehr im dunkeln. Es muss nur jemand das Licht anmachen. VG heute mal aus Sao Paulo nach Saigon George.
Zitat: "Reisefreudige Polynesier brachten sie wohl als Souvenir aus Südamerika mit, wohin sie um das Jahr 1000 einen Abstecher gemacht hatten. Aus der Zeit zumindest stammt der älteste Fund einer Süßkartoffel im Pazifik: rund 500 Jahre vor Kolumbus. Außerdem gleicht das Wort, das viele polynesische Sprachen für Süßkartoffel benutzen, auffällig demjenigen der südamerikanischen Quechua für die Pflanze." Ach, nee! Wo steht denn, dass es "reisefreudige Polynesier" waren, die die Süsskartoffel in Südamerika "abgeholt" und nach Haue mitgenommen haben - was außerdem äußerst schwierig wäre, weil sie dann zunächst über Tausende von Seemeilen gegen die vorherrschenden Passatwinde und äquatorialen Strömungen des Zentralpazifik hätten ansegeln müssen, ohne auch nur eine Ahnung davon zu haben, dass irgendwo hinter dem Horizont vielleicht etwas anderes als endloses Wasser auf sie wartet? Wahrscheinlicher ist doch wohl, dass die Süßkartoffel MIT den vorherrschenden Strömungen und Winden von Südamerika nach Polynesien gelangte - und zwar an Bord von atztekischen oder prä-aztekischen Balsaflößen? Thor Heyerdahl lässt grüßen! Bin mal gespannt, wie lange es noch dauert, bis Heyerdahl rehabilitiert wird. Bei der Theorie, dass der Neandertaler sich mit Homo Sapiens gepaart hat, hat's immerhin mehr als 100 Jahre gedauert.
Sicher sind viele Asiaten über die Beringstraße gelangt, aber ebenso möglich einige Polynesier auf den Südamerikanischen Kontinent. Einfach ist das Rätsel durch umfangreiche Genanalysen zu klären. Der Quatsch wäre dann belegt. So wie die kugelförmige Erde statt der Planscheibe seinerzeit. Kleine Anmerkung:Bei uns in Lateinamerika ist das Wort Indio oder Indianer mit dem Wort Neger bei Euch gleichzusetzen, wo Neger bekanntlich in Deutschland in letzter Zeit aus dem allgemeinen Sprachgebrauch getilgt wird. So bitte ich von nun an das Wort Indianer, oder Indio ebenso zu unterlassen, da es hinsichtlich abwertend und despektierlich gegenüber brillianten Kulturen genutzt wird. Thor Heyerdahl war wohl seiner Zeit, und manchen dieser Zeit weit voraus. Seine Rehabilitierung würde mich freuen und läßt auch gewaltige Möglichkeiten zu frühen Völkerwanderungen erahnen. Wir waren mobiler als wir glauben, gewollt oder durch Zufall. :-)