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Opferritus in Peru: Archäologen finden Massengrab mit Kinderleichen

Archäologen sind auf Spuren eines grausigen Geschehens gestoßen: In einem Massengrab fanden sie die Knochen von 44 Kindern und Säuglingen, vermischt mit Überreste von Tieren, Nahrung und Geschirr. Vermutlich mussten die Kinder vor rund 600 Jahren bei einem Opferritual sterben.

Ausgrabungsstätte in Peru: Überreste von 44 Kindern, die vor 600 bis 700 Jahren starben Zur Großansicht
AFP/ El Comercio

Ausgrabungsstätte in Peru: Überreste von 44 Kindern, die vor 600 bis 700 Jahren starben

Archäologen haben in Peru ein Massengrab aus dem 14. Jahrhundert mit den Leichen von 44 Kleinkindern entdeckt, die offenbar antiken Gottheiten geopfert wurden. Die menschlichen Überreste wurden an der Ausgrabungsstätte Sillustani in der Nähe des Titicacasees gefunden, wie Archäologe Eduardo Arisaca laut einem Bericht der Zeitung "El Comercio" vom Sonntag sagte. In dem Grab befanden sich die Leichen von Kindern und Säuglingen beiderlei Geschlechts im Alter von bis zu drei Jahren.

Die Kinder wurden paarweise in Körben oder Urnen aus Ton beigesetzt. Auf der Brust der Leichen lag jeweils ein Brocken Vulkangestein, und die Toten waren umgeben von Opfergaben wie Tieren, Nahrung, Tellern und Krügen. Die Wissenschaftler vermuten, dass die Kinder während einer Phase kriegerischer Auseinandersetzungen geopfert wurden.

Die Ausgrabungsstätte Sillustani befindet sich etwa 30 Kilometer von der Stadt Puno entfernt. Eine Besonderheit sind die sogenannten Chullpas, 35 Grabtürme, die bis zu zwölf Meter in die Höhe ragen und die astronomischen Kenntnisse der Zeit widerspiegeln. In jedem der Türme wurden menschliche Überreste gefunden. Es handelt sich vermutlich um die Knochen von bedeutenden Persönlichkeiten der Vor-Inkazeit.

hei/AFP

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insgesamt 15 Beiträge
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1. Hoho
archie, 23.11.2011
It's ritus, stupid! heißt es immer dann, wenn man sonst keine Erklärung findet.
2. Mord
Teile1977 23.11.2011
Zitat von archieIt's ritus, stupid! heißt es immer dann, wenn man sonst keine Erklärung findet.
Wenn die Kinder ermordet wurden (sowas hinterläßt spuren), und dann zusammen und mit Opfergaben (Grabbeigaben wären auch möglich) begraben wurden liegt ein Opferritus schon nahe. Gemeinsamer Suizit ist unwarscheinlich, haben sie eine andere mögliche Erklährung?
3. ...
s.s.t. 23.11.2011
Opferritual ist sicherlich eine sehr naheliegende Erklärung; (Aber-)*Glaube* kann zu den den absonderlichsten Verhaltensweisen führen (siehe Geschichte der letzten 10.000 Jahre).
4. Pervers
Kuppelbauer 23.11.2011
Praktisch alle südamerikanischen Hochkulturen betrieben Menschenopferungen, manchmal bis zum Exzess. Der religiöse Fanatismus lief völlig aus dem Ruder und gipfelte in perversen Schlachtfesten. Da sieht man, wozu Völker bereit sind, wenn ihre Oberen, Weisen und Heiligen ihnen das eintrichtern. Bei allem Respekt für die sonstigen Leistungen dieser Kulturen: Meine Sympathie hält sich in Grenzen...
5. Seuche ?
Allerweltschemiker 23.11.2011
Zitat von Teile1977Wenn die Kinder ermordet wurden (sowas hinterläßt spuren), und dann zusammen und mit Opfergaben (Grabbeigaben wären auch möglich) begraben wurden liegt ein Opferritus schon nahe. Gemeinsamer Suizit ist unwarscheinlich, haben sie eine andere mögliche Erklährung?
Wie waere es mit einer Seuche, die besonders kleinen Kindern/Saeuglingen zu schaffen macht? Oder verseuchtes Trinkwasser von dem aeltere Menschen vielleicht "nur" Bauchweh bekommen haben, aber das bei den Kleinsten zum Tode gefuehrt hat? Grabbeigaben gibt es heute noch - Berge von Blumen zum Beispiel, bei Kinderbestattungen gerne auch mal den einen oder anderen Teddy-Baer. Deswegen sind das noch lange eine rituellen Menschenopfer... Immer wenn ein Archaeologe ein Artifakt finded wird es gleich mit Religion in Verbindung gebracht und nicht mit "alltaeglichen" Dingen. Nichts gegen Archeologen - im Gegenteil, ich finde deren Arbeit sehr wichting und spannend - aber ein bischen Bodenhaftung waere oftmals angebracht.
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