Italien Archäologen legen Fresko in Pompeji frei

Zu sehen ist eine Sexszene mit Zeus als Schwan: Forscher sind in der berühmten, antiken Stadt Pompeji auf eine bisher unbekannte Wandmalerei gestoßen.

Fresko in Pompeji
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Fresko in Pompeji


Wenn sich Göttervater Zeus verliebte, nutzte er schon mal eine List, um seiner Angebeteten nahe zu sein. Die Königstochter Leda verführte er beispielsweise in Gestalt eines Schwans und schwängerte sie. Das Ergebnis der Liaison waren die Götter Helena und Polydeukes, so erzählt es zumindest die griechische Mythologie.

Nun sind Archäologen in der antiken Stadt Pompeji auf ein Fresko gestoßen, das genau diese Szene zeigt. Die Szene sei "voller Sinnlichkeit", berichten die Archäologen der Ausgrabungsstätte. Der Mythos von Zeus und Leda sei in Pompeji sehr beliebt gewesen. Das Motiv zierte demnach auch mehrere Hauswände.

Die nun entdeckte Malerei zeigt die nackte Leda sitzend mit dem Schwan auf ihrem Schoß und schmückte einst offenbar das Schlafzimmer eines Hauses.

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Pompeji: Pferd in Asche

Die Stadt Pompeji am Südwestrand Neapels war zusammen mit mehreren Nachbarorten beim Ausbruch des Vesuvs vor 1939 Jahren unter Asche begraben - und weitgehend konserviert - worden. Was für die Bewohner eine Tragödie war, ist damit lange Zeit später für Archäologen zum Glücksfall geworden. Die Unesco-Welterbestätte zieht Jahr für Jahr Millionen Touristen an.

Die Ausgrabungen in Pompeji begannen schon im 18. Jahrhundert, doch auch heute gibt es immer noch Neues zu entdecken. In diesem Jahr fanden Archäologen Skelette mehrerer Menschen sowie die nahezu vollständigen Überreste eines Pferdes. Inschriften deuten außerdem darauf hin, dass der Vulkan bei Neapel zwei Monate später ausgebrochen ist als bisher angenommen.

koe/dpa



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