Iridium-192 Radioaktives Material in Mexiko gestohlen

Unbekannte haben in Mexiko ein Messgerät mit Iridium-192 gestohlen. Das radioaktive Material kann schwere Gesundheitsschäden verursachen, wenn Menschen direkt mit ihm in Kontakt kommen.

Behälter mit Iridium-192 (Archivbild von 2015)
DPA

Behälter mit Iridium-192 (Archivbild von 2015)


Nach dem Diebstahl eines Kleintransporters mit gefährlichem radioaktiven Material hat das mexikanische Innenministerium am Montag in sechs Bundesstaaten Atomalarm ausgelöst. Unbekannte hätten in der Stadt San Juan del Río im Bundesstaat Querétaro aus dem Transporter ein Messgerät gestohlen, das Iridium-192 enthält, teilte der Zivilschutz mit.

Außer für Querétaro galt für die Bundesstaaten Hidalgo, Guanajuato, San Luis Potosí, Mexiko und Michoacán der Alarmzustand. Sollte der Behälter geöffnet werden, könnten Menschen zu Schaden kommen.

In Mexiko wird immer wieder radioaktives Material gestohlen. Die Täter wissen meist wohl nicht um die Gefahr und nehmen es aus Versehen mit. Iridium-192 wird vor allem in der Werkstoffprüfung eingesetzt, beispielsweise um Risse oder brüchige Schweißnähte zu orten.

Iridium kann dauerhafte Gesundheitsschäden bei Menschen verursachen, selbst wenn diese nur wenige Minuten damit in Berührung kommen. Eine länger andauernde Kontamination kann zum Tod führen. Solange der Transportbehälter verschlossen bleibe, bestehe aber keine Gefahr, erklärten die Behörden. Dennoch riefen sie die Bevölkerung auf, dem Gerät, falls sie es entdecken, fernzubleiben und sofort die zuständigen Stellen zu informieren.

jme/dpa/AFP

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