Rätsel der Woche Russisch Roulette für Fortgeschrittene

Die Trommel noch ein paar Runden drehen? Oder lieber gleich abdrücken? Im Rätsel der Woche geht es um einen fiesen Gangsterboss, zwei Patronen und die Frage, wie man die Chancen verringert, dass ein Schuss fällt.

Lebensgefährliches Glücksspiel: Revolver mit einer Patrone
Corbis

Lebensgefährliches Glücksspiel: Revolver mit einer Patrone


Jetzt wird es makaber. Es geht um Russisch Roulette, ein potenziell tödliches Glücksspiel, das immer wieder in Filmen auftaucht. Es erfordert einen Revolver, in dessen Trommel in der Regel sechs Patronen passen. Man steckt jedoch meist nur eine einzige hinein. Ein Spieler dreht die Trommel, ohne zu wissen, in welcher Position sie zum Stehen kommt, hält sich den Revolver an den Kopf und drückt ab.

Spielen soll das natürlich niemand, es geht hier vielmehr um ein Gedankenexperiment. Stellen Sie sich vor, Sie befinden sich in der Hand eines gemeinen Verbrecherkönigs. Dieser zeigt Ihnen die Trommel seines Revolvers. Sie sehen, dass sich darin nicht nur eine, sondern gleich zwei Patronen befinden - und zwar direkt nebeneinander. Die anderen vier Kammern der Trommel sind leer.

Der fiese Gangsterboss dreht die Trommel, zielt auf die Lampe und drückt ab. Es geschieht nichts, kein Schuss löst sich. Daraufhin richtet er die Waffe auf Sie und fragt: "Soll ich gleich noch mal abdrücken oder ist es dir lieber, wenn ich vorher die Trommel noch ein paar Runden drehe?" Wie lautet Ihre Antwort? Wann sind die Chancen größer, mit dem Leben davonzukommen?

Makabres Spiel: Zwei Patronen in der Trommel
SPIEGEL ONLINE

Makabres Spiel: Zwei Patronen in der Trommel

Wenn Sie einen Tipp zur Lösung brauchen - bitte hier entlang.

Die Lösung finden Sie an dieser Stelle.

Herzlichen Dank übrigens an Sören Christensen von der Universität Kiel, der diese Aufgabe für das Rätsel der Woche vorgeschlagen hat.

Falls Sie die Aufgaben der vergangenen Wochen verpasst haben - hier finden Sie die Links:

hda



insgesamt 46 Beiträge
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Seite 1
Layer_8 01.02.2015
1. Erster Gedanke:
Nochmal drehen ist besser. Da das Spiel dann von vorne beginnt. Die Überlebenschance steht dann wieder bei 6/2 = 3/1. Es soll ja nur ein Schuss abgegeben werden, dann ist es unerheblich, ob die beiden Patronen nebeneinander positioniert sind. Wenn nicht nochmal gedreht wird, steht die Chance nur noch bei 5/2 < 6/2 da ja schon ein "Schuss" abgegeben wurde.
Stefan Hartmann 01.02.2015
2.
ich würde schießen lassen. Denn die Wahrscheinlichkeit dass eine Patrone geladen ist, ist nur 1/6, weil beide Patronen hintereinander sind.
hans.beimler 01.02.2015
3. Einfach
Die Wahrscheinlichkeit, dass man direkt nach dem Drehen eine volle Kammer erwischt, ist 2 von 6, also etwa 0,33. Es gibt 4 leere Kammern direkt hintereinander, nur bei der letzten erwischt einen der nächste Versuch. Daher ist die Wahrscheinlichkeit nur 1 von 4, also 0,25. Gleich noch einmal schießen ist also besser.
hans.beimler 01.02.2015
4. Doch nicht so einfach?
Zitat von Layer_8Nochmal drehen ist besser. Da das Spiel dann von vorne beginnt. Die Überlebenschance steht dann wieder bei 6/2 = 3/1. Es soll ja nur ein Schuss abgegeben werden, dann ist es unerheblich, ob die beiden Patronen nebeneinander positioniert sind. Wenn nicht nochmal gedreht wird, steht die Chance nur noch bei 5/2 < 6/2 da ja schon ein "Schuss" abgegeben wurde.
Das war auch mein erster Gedanke, leider ist der aber falsch. Die Wahrscheinlichkeit von 2/5 für den nächsten Schuss gilt nur, wenn die Patronen zufällig platziert wären. Da sie das aber nicht sind, hat man keine unabhängigen Ereignisse mehr.
querulant_99 01.02.2015
5. Lieber nicht drehen!
Beim "Schuß" auf die Lampe befand dich die Trommel an einer von 4 möglichen Positionen (ansonsten hätte es geknallt). Nur bei einer 4 dieser Postionen fällt beim nächsten Abdrücken ein Schuss => Überlebenswahrscheinlichkeit = 75% Nach erneutem Drehen endet die Sache in 2 von 6 Fällen tödlich => Überlebenswahrscheinlichkeit nur 66 %.
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