Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Rätsel der Woche: Schüchtern trifft extrovertiert

Von

Festessen mit 50 Teilnehmern: Wer muss wo sitzen? Zur Großansicht
SPIEGEL ONLINE

Festessen mit 50 Teilnehmern: Wer muss wo sitzen?

Um sich im Umgang mit anderen zu üben, treffen sich 25 Schüchterne und 25 Extrovertierte zum gemeinsamen Dinner an einem runden Tisch. Wie müssen sie sitzen, damit niemand untergebuttert wird?

Jedes Jahr im Dezember veranstaltet der Klub der Schüchternen ein Festessen. Dazu lädt er traditionell Mitglieder des befreundeten Klubs der Extrovertierten ein. Ziel ist, dass sich alle Anwesenden im Umgang mit Menschen üben, die anders sind als sie selbst.

Das Festessen findet traditionell an einem großen runden Tisch statt, sodass jeder genau zwei Nachbarn hat. Wegen des starken Mitteilungsdrangs der Extrovertierten besteht vor allem für die Schüchternen die Gefahr, untergebuttert zu werden. Um das zu verhindern, darf kein Teilnehmer zwei Extrovertierte als Nachbarn haben, egal ob er selbst schüchtern ist oder extrovertiert.

In diesem Jahr kommen von beiden Klubs jeweils 25 Mitglieder zum Festessen. Ein Schüchterner nimmt allen Mut zusammen und meldet sich zu Wort: "Es ist unmöglich, alle 50 Teilnehmer so zu platzieren, dass niemand zwei extrovertierte Nachbarn hat." Die Extrovertierten protestieren lautstark: "Natürlich geht das!"

Wer hat recht?

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 75 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Korrekte Verwendung von Fachausdrücken
esheisstextravertiert 22.11.2015
Der psychologische Fachterminus lautet "extravertiert" und nicht "extrovertiert". Es handelt sich um ein Persönlichkeitsmerkmal, das erstmals in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts von C. G. Jung beschrieben wurde und in der nachfolgenden Forschung weiterhin mit "Extraversion" bezeichnet wurde. Auch, wenn im Duden leider das furchtbare (und wenn man die lateinischen Wurzeln berücksichtigt auch wiedersinnige) "extrovertiert" steht: korrekt muss es "extravertiert" lauten. Es heisst ja auch nicht "Extrowurst", sondern "Extrawurst".
2.
querulant_99 22.11.2015
Man kann den Beweis auch andersrum machen: Es gibt bei dieser Aufgabenstellung maximal 12 Gruppen von Schüchternen. Damit kann es auch nur maximal 12 Gruppen Mitteilungsfreudiger geben (Einzelpersonen sollen hier ausdrücklich als Gruppen gelten). Bei 25 Personen muss es mindestens eine Gruppe mit mehr als 2 Personen geben, was nicht zulässig ist.
3.
ClaudeFrollo 22.11.2015
Die Lösung war ganz leicht: der Schüchterne hätte sich niemals getraut, etwas zu sagen, von dem er nicht genau weiß, dass es richtig ist. Scherz beiseite: Eine nette kleine Übung für die grauen Zellen. Und ich habe auch keine Schwächen in der Aufgabenstellung gefunden. Aber da meldet sich bestimmt noch jemand?
4.
cCmH 22.11.2015
Gute Tag, Ich schlage folgende Sitzordung vor ... --I E E I – I E E I -- .... (I= introvertiert) (E= extrovertiert). Platziert man 12 solcher 4er Gruppen um den Tisch sind jeweils 24 Personen der beiden Gruppen am Tisch plaziert. Es sind noch zwei Plätze frei. Um diese beiden freien Plätze sitzen nur introvertierte Personen, deshalb können die jeweils letzen Mitglieder der beiden Gruppen beliebig auf die beiden freien Plätze verteilt werden . Hier sind die leeren Plätze mit o bezeichnet (...E I-- I E E I – o - o -- I E E I -- I E....).
5. Schüchtern?
jejo 22.11.2015
Der Gegensatz von extrovertiert ist nicht schüchtern, sondern introvertiert. Man kann durchaus introvertiert sein und nicht schüchtern - das ist sogar der Normalfall. Es wird lediglich falsch interpretiert, und es sind nunmal die Extrovertierten, die über andere reden und daher die Begriffe prägen.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



SPIEGEL ONLINE KenKen

Rätsel auf SPIEGEL ONLINE

Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: