Münzen und Schmuck Wanderer finden antiken Schatz in Israel

In einer Höhle in Israel haben Wanderer Schmuck und Münzen aus der Antike entdeckt. Die Fundstücke sind mehr als 2300 Jahre alt - und wurden womöglich während der Wirren nach dem Tod Alexanders des Großen versteckt.

DPA/ Israel Antiquities Authority

Tel Aviv - Israelische Höhlenwanderer haben in einer Tropfsteinhöhle ein Versteck mit antiken Münzen sowie Objekten aus Silber und Bronze gefunden. Einer der drei Männer habe den etwa 2300 Jahre alten Schatz in einer Nische des Gewölbes im Norden des Landes entdeckt, teilte die israelische Altertumsbehörde mit.

Unter den Fundstücken seien zwei Silbermünzen, die aus der Zeit der Herrschaft Alexanders des Großen (356 - 323 vor Christus) stammten. Er hatte während seiner Feldzüge auch das historische Palästina erobert. Neben den Münzen wurden mehrere Ringe, Armreifen und Ohrringe sowie anderer Schmuck aus Silber entdeckt.

Dies sei "eine der wichtigsten Entdeckungen der letzten Jahre im Norden des Landes", so die Altertumsbehörde. Der Fund lasse wichtige Schlüsse auf das Leben der damaligen Menschen zu.

Möglicherweise hätten Anwohner die wertvollen Objekte während einer Zeit der Unruhen nach dem Tod Alexanders des Großen in Sicherheit gebracht, sagte einer der Archäologen. "Der Schatz wurde wohl in der Hoffnung auf bessere Tage versteckt."

Erst im Februar wurde vor der Küste Israels der bisher größte Goldschatz in der Geschichte des Landes gefunden. Fünf Hobbytaucher hatten auf dem Hafengrund im Küstenort Caesarea fast 2000 Münzen aus der Zeit der Fatimiden entdeckt. Der Schatz wiege neun Kilo und sei von unschätzbarem Wert, teilte die Altertumsbehörde damals mit.

Die Fatimiden beherrschten Teile der Region von 909 bis 1171. Meeresarchäologe Kobi Sharvit von der Altertumsbehörde sagte, der Schatz stamme vermutlich von einem Schiffswrack, das Steuereinnahmen an Bord hatte. Es könne sich aber auch um ein untergegangenes Handelsschiff gehandelt haben.

jme/dpa

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