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Sex-Studie: Forscher vermessen die weibliche Lust

Schnell und wild - oder lieber zärtlich und schüchtern? Was wollen Frauen beim Sex? Nach SPIEGEL-Informationen zeigt eine Langzeitstudie, wie stark sich die weibliche Lust in den vergangenen Jahren verändert hat.

Weibliche Lust 2015: "Man probiert vieles aus" Zur Großansicht
Corbis

Weibliche Lust 2015: "Man probiert vieles aus"

Der Fragen gab es viele: Sind Frauen heute alle aufgeklärt? Denken sie an Sex wie Männer? Oder träumen sie vor allem von der großen Liebe? Die Ergebnisse in Kürze: Junge Frauen zeigen sich heute offener für neue Sexpraktiken als in den Neunzigerjahren - und sind dennoch treuer als damals. Das zeigt die Langzeitstudie "Studentische Sexualität im Wandel", über deren noch unveröffentlichte Ergebnisse der SPIEGEL in seiner neuesten Ausgabe berichtet. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

Bei der aktuellen Befragung des Instituts für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf gaben 44 Prozent der Frauen an, schon einmal mit ihrem Partner Pornos geschaut zu haben; Mitte der Neunziger waren es knapp 30 Prozent. Der Anteil der Frauen, die schon einmal Erfahrungen mit Fesselspielen gemacht haben, hat sich sogar verdoppelt: von 18 auf 36 Prozent. "Häufig bleibt es aber beim einmaligen Ausprobieren", erklärt Studienleiter Arne Dekker im SPIEGEL. 38 Prozent der befragten Studentinnen benutzen Vibratoren, vor 16 Jahren waren es nur elf Prozent.

Bei aller Offenheit für sexuelle Experimente: Fremdgehen ist verpönt. Während Anfang der Achtzigerjahre 34 Prozent der Studentinnen angaben, ihren Partner schon einmal betrogen zu haben, sind es heute nur acht Prozent.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 147 Beiträge
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1.
Jan B. 16.05.2015
Wozu braucht man solche Studien? Ist das eine Beschäftigungstherapie für Soziologen? Manchmal kommt mir das wie Langeweile der Wohlstandsgesellschaft vor.
2. Gleichberechtigung
wanderer777 16.05.2015
Okay - und wann kommt die Studie über Männer raus?
3. Wann endlich...
deglaboy 16.05.2015
wird das Wort "fremdgehen" umgewandelt in "neue Erfahrungen sammeln". Wenn man den sexuellen Kontakt mit anderen Partnern, als den eigenen (was für ein schräges Besitzdenken) als Belebung und Bereicherung auch des eigenen Sexlebens wahrnimmt und schätzt, werden ganz neue Möglichkeiten des Lebendigseins entdeckt und möglich. Die Wüste der Monogamie und Eifersucht, des Exclusiv-Haben-Wollens ist doch eine Verödung der Lebensmöglichkeiten und macht die Betroffenen leiden. Jeder kenn genug Beispiele aus seinem Bekanntenkreis.
4.
Berg 16.05.2015
Dieses Gebiet ist weitgehend eine *Gefühls*welt, und zwar eine ganz individuelle - incl. Enttäuschungen, Höhe-/Tiefpunkte. Jede/r empfindet anders und möchte dies auch so! Da sind Statistiken völlig deplatziert.
5.
aloneinthedark 16.05.2015
Zitat von deglaboywird das Wort "fremdgehen" umgewandelt in "neue Erfahrungen sammeln". Wenn man den sexuellen Kontakt mit anderen Partnern, als den eigenen (was für ein schräges Besitzdenken) als Belebung und Bereicherung auch des eigenen Sexlebens wahrnimmt und schätzt, werden ganz neue Möglichkeiten des Lebendigseins entdeckt und möglich. Die Wüste der Monogamie und Eifersucht, des Exclusiv-Haben-Wollens ist doch eine Verödung der Lebensmöglichkeiten und macht die Betroffenen leiden. Jeder kenn genug Beispiele aus seinem Bekanntenkreis.
Und sich Geschlechtskrankheiten einzufangen sollte dann wohl in "Dem Körper neue Immunerlebnisse verschaffen" umbenannt werden? Ich kenne aus meinem Bekanntenkreis genug Beispiele, wo Selbst- und Geltungssucht mit anhängendem Fremdgehen zu zerrütteten Familien und unglücklichen Kindern geführt haben. Eifersucht ist Liebespflicht, wer nicht eifert liebet nicht.
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