Simple English Sag es auf gut Globalesisch!

Wie lernen Kinder am effektivsten Englisch? Ein bayerischer Sprachforscher propagiert ein globalisiertes Einfach-Englisch und erprobt sein Konzept mit Zweitklässlern. Grammatik ist Nebensache - wer verstanden wird, hat Recht.


"Global Simplified English" heißt das Konzept, das der Hochschullehrer Joachim Grzega seit Oktober in Goldkronach in der Nähe von Bayreuth erprobt. In seinen Augen kennt Grammatik nur eine Regel: Wer sich verständlich macht, hat Recht. Damit gehört er zu einer kleinen Vorhut von Linguisten, die sich derzeit weltweit formiert.

Die Reformlinguisten fordern so etwas wie eine Revolution des Englischen. Fürderhin sollen Kinder nicht mehr lernen, Muttersprachler möglichst originalgetreu nachzuahmen. Ziel ist vielmehr, aus ein paar Brocken eine internationale Verkehrssprache zusammenzuzimmern - ohne die permanente Angst, etwas falsch zu machen.

Doch dieser Ansatz ist umstritten. Die Welt der Sprachpädagogen ist gespalten in zwei Lager: Puristen und Universalisten. Und die Puristen werfen Forschern wie Grzega vor, dass sein Einfach-Englisch die Sprache aller Zwischentöne und Poesie beraube.

Nachfolgend ein paar ausgewählte Dokumente zur Debatte:



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