Nachhaltigkeit im Alltag So können Sie zu Hause Strom sparen

Der Backofen muss vorgeheizt sein? Und der Kühlschrank darf höchstens vier Grad haben? Nicht unbedingt. Im Nachhaltigkeitstraining von SPIEGEL WISSEN erfahren Sie, wie sich ganz nebenbei Energie sparen lässt.

Lieber aus als im Stand-by-Modus
Clara de Villiers/SPIEGEL WISSEN

Lieber aus als im Stand-by-Modus


Das achtwöchige Nachhaltigkeitstraining von SPIEGEL WISSEN setzt an Punkten an, mit denen Sie leicht und ohne viel Zeitaufwand Ihren Alltag so verändern können, dass die Umwelt effektiv geschützt wird. Dies ist die zweite Ausgabe.

Statistiken zeigen, dass die Deutschen vorn liegen, wenn es darum geht, im Haushalt Energie zu sparen. Natürlich auch, weil man so nicht nur die Umwelt schont, sondern zusätzlich Geld spart. In dieser Woche können Sie sich das Thema ein bisschen genauer angucken: Überlegen Sie sich ganz praktisch, wie Sie in Haus und Haushalt nachhaltig mit Energie umgehen können und wollen.

Basis-Übung

Einmal abhaken: Sie haben zwischendurch eine halbe Stunde Zeit? Gehen Sie einmal in Ruhe durch Ihre Wohnung und schauen Sie genau, wo Sie durch Neuerungen und die Veränderung von Gewohnheiten ein bisschen Energie sparen können. Nutzen Sie dafür unsere Checkliste. Lassen Sie sich inspirieren - und ändern Sie gegebenenfalls Kleinigkeiten:

  • Kochen: Nutzen Sie den Backofen ab jetzt ohne Vorheizen und kochen Sie mit Restwärme (Platten oder Backofen zehn Minuten vorher ausschalten).
  • Wohnzimmer: Es ist bekannt, dass Geräte auch im Stand-by-Modus Strom verbrauchen. Rüsten Sie deshalb die Wohnung auf Mehrfachstecker-Leisten um, nutzen Sie den Aus-Schalter, wenn Sie das Haus verlassen: Bei fünf Geräten spart das pro Jahr rund 100 Euro und 220 Kilogramm CO2.
  • Waschmaschine: Erst laufen lassen, wenn die Maschine voll ist. Häufiger bei 30 Grad waschen. Das reicht oft aus.
  • Badezimmer: Duschen statt baden. Verbraucht weniger Wasser!
  • Kühlschrank: Richtig einstellen. Kühlen bei 6 bis 7 Grad, Gefriertruhe auf -18 Grad regulieren. Manche Geräte sind viel zu kalt eingestellt.

Weiterführender Tipp

Anbieter wechseln: Zu einem Ökostromanbieter zu wechseln ist eine lohnende Umweltschutzmaßnahme, die nicht viel Zeit kostet. Die Top fünf Anbieter sind laut NACHHALTIG-SEIN.info: Naturstrom, Die Bürgerwerke, EWS Schönau, Greenpeace Energy, Ökostrom+

Nutzen

Was bringt das Ganze der Umwelt? Mit Energiesparmaßnahmen im Haushalt schonen Sie nicht nur langfristig und nachhaltig den eigenen Geldbeutel - Sie tun auch viel für den Klimaschutz. Indem Sie die eigene CO2-Bilanz senken, tragen Sie einen Teil zur globale CO2-Reduktion bei.


Im ersten Training ging es darum, Obst und Gemüse möglichst ressourcenschonend einzukaufen. Den Text dazu finden Sie hier.

In machbaren Schritten zu mehr Nachhaltigkeit? Mit dem Training von SPIEGEL ONLINE und SPIEGEL WISSEN ist das spielend leicht möglich.

Jeden Freitag bekommen Sie eine neue, einfache Anregung für umweltfreundlicheres Verhalten im Alltag. Bestellen Sie direkt hier:

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insgesamt 51 Beiträge
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Seite 1
rabenzucht 02.06.2017
1. so so, wir werden "Nachhaltig"
Sorry, aber die Tipps des Tages sind doch olle Kamellen, das wird seit Jahren an vielen Stellen so oder ähnlich propagiert. Als ob so wirklich Energie gespart werden könnte. Für den Einzelnen (Haushalt) trifft das zu, also die Stromrechnung entspannt sich. Aber gesamtgesellschaftlich ist das eine Utopie: - die privaten Haushalte haben einen Anteil von ca. 25 % am Gesamtenergieverbrauch bei Strom (Aussage GF des Versorgers Mainova, Frankfurt am Main), also wie viel Energie wird eingespart wenn jeder Haushalt ein paar Prozent einspart? - der Energiebedarf für die Abermillionen unnützer Whatsapp- Facebook- und Twittermitteilungen übersteigt das Einsparpotential der Haushalte - der Energiebedarf der großen Rechenzentren für Industrie 4.0 und das IoT (Internet of Things) steigt täglich und auch dieser Kommentar trägt zum (unnützen) Energieverbrauch bei.
grabenkaempfer 02.06.2017
2.
was ich nie machen werde: Bei 30°C waschen, das reicht nie und nimmer für echte Sauberkeit und ist allenfalls für Gardinen geeignet. Den Effekt dieser Sparmaßnahme habe ich lange Jahre riechen können, wie ich einen Gemeinschaftsraum zum Wäschetrocknen benutzen durfte. Die 30° Wäsche konnte man immer am muffigen Geruch erkennen, insbesondere wenn jahrelang so gewaschen wurde.
st.esser 02.06.2017
3.
Zitat von grabenkaempferwas ich nie machen werde: Bei 30°C waschen, das reicht nie und nimmer für echte Sauberkeit und ist allenfalls für Gardinen geeignet. Den Effekt dieser Sparmaßnahme habe ich lange Jahre riechen können, wie ich einen Gemeinschaftsraum zum Wäschetrocknen benutzen durfte. Die 30° Wäsche konnte man immer am muffigen Geruch erkennen, insbesondere wenn jahrelang so gewaschen wurde.
In solchen Fällen "hilft" es, außer Waschmittel ein Desinfektionsmittel zu benutzen. Das Problem dabei: Die Wäsche wird (bei richtiger Dosierung) auch bei 30C hygienisch sauber, aber das Desinfektionsmittel gelangt ins Abwasser, wo es verdünnt weiterhin wirkt. Verdünntes Desinfektionsmittel steht im Verdacht, die Ausbildung von Resistenzen bei Bakterien zu fördern (weil die Bakterien übrigbleiben und sich vermehren, die ein gewisses Maß an Desinfektionsmitteln am besten überleben). Außerdem können biologische Klärstufen beeinträchtigt werden. Ob die Desinfektionsmittel in einer Kläranlange unschädlich gemacht werden, weiß ich nicht. Ob die Energieeinsparung den Einsatz von Desinfektionsmitteln rechtfertigt, kann ich nicht sagen. Mir jedenfalls scheint der Preis für die Einsparung in diesem Fall ziemlich hoch.
tobias.juderjahn 02.06.2017
4. Waschmachine
Was vieleicht viele nicht wissen: Erst im Eco-Modus, oder wie auch immer dieser Modus bei der jeweiligen Machine heißt, gelten die Energie-Spar-Label. Warum die Hersteller das nicht als opt-out konzipiert habe, ist mir schleierhaft. Die Waschdauer erhöht sich entsprechend.
Rubyconacer 02.06.2017
5. Alter Hut
Beachte ich schon immer. Keine Haare fönen, Heizkörper nicht abdrehen, sondern nur absenken, Steckerleisten. Mit dem Fahrrad zur Arbeit, keine Nerzteile in den Dosen lassen. Kartoffeln mit Deckel kochen. Besitze keine Kaffeemaschine, aber einen Wasserkocher (extrem effizient). Nicht unter fließendem Wasser abwaschen und beim Zähneputzen das Wasser abstellen(!)
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