Von Angelika Franz
+++ Archäologische Leichenspürhunde +++
Dass Leichenspürhunde bei der Suche nach Vermissten eingesetzt werden, ist kein ungewöhnlicher Anblick. Doch wie alt können die Knochen sein? Wie stark müssen sie noch nach Knochen riechen, damit die feinen Hundenasen sie aufspüren können? Die Antwort ist: Die Knochen können verdammt alt sein.
Im kalifornischen Ocotillo ist derzeit eine Hundestaffel im Einsatz, deren Tiere auf das Aufspüren von Knochen in archäologischen Kontexten spezialisiert sind. Sie untersuchen ein Gelände, auf dem ein Windpark entstehen soll, auf Begräbnisse der Stämme der Kumeyaay, der Cocopah und der Quechan. Die Indianer nennen das Gelände "Tal der Toten" - es ist voll von Scheiterhaufen, auf denen ihre Vorfahren die Toten verbrannten.
Eine Stelle gilt als Fundort, wenn mindestens zwei Hunde sie anzeigen. Die Hunde melden den Fund von alten Knochen mit ihrer Körpersprache. Zum Beispiel schnüffeln sie intensiv an einer Stelle und setzen sich dann dort hin. Im Laufe eines Tages konnte die Hundestaffel so 32 Stellen finden, an denen menschliche Überreste liegen. Die Ausbildung gleicht derjenigen für Leichenspürhunde, nur wird statt mit frischen menschlichen Überresten mit entsprechend alten Knochen und Zähnen trainiert.
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