Stammzellen-Institut Forscher gehen nach San Francisco

Im Rennen um den Sitz eines mit drei Milliarden Dollar dotierten Stammzellen-Forschungsinstituts hat San Francisco den Zuschlag erhalten. Die Stadt setzte sich gegen die Mitbewerber Sacramento und San Diego durch - unter anderem mit dem Versprechen, der Einrichtung für zehn Jahre die Miete zu erlassen.


Stammzellen-Bank (in Großbritannien): "In Zukunft ein Heilmittel"
REUTERS

Stammzellen-Bank (in Großbritannien): "In Zukunft ein Heilmittel"

Die Ortswahl traf gestern ein 29-köpfiges Komitee, das mit dem Aufbau des "California Institute for Regenerative Medicine" (CIRM) beauftragt worden war. Im November hatten die kalifornischen Wähler in einer Volksabstimmung grünes Licht gegeben, dass ihr Bundesstaat die Forschung an embryonalen Stammzellen mit insgesamt drei Milliarden US-Dollar (2,3 Milliarden Euro) fördert.

Die Gelder sollen wissenschaftlichen Instituten über einen Zeitraum von zehn Jahre hinweg zufließen. Gouverneur Arnold Schwarzenegger, Microsoft-Gründer Bill Gates und zahlreiche Nobelpreisträger hatten vor der Abstimmung die Werbetrommel gerührt. "Forschung, die wir heute betreiben, könnte in der Zukunft ein Heilmittel liefern", hatte Arnold Schwarzenegger im vergangenen Jahr betont.

Die Biotech-Investition gilt als zukunftsträchtig, weshalb die Konkurrenten mit großzügigen Anreizen um die Ansiedlung geworben hatten. Die siegreiche Stadt San Francisco habe dem Institut unter anderem zehn Jahre Mietfreiheit in einem Neubau versprochen, berichtete die Zeitung "San Francisco Chronicle".

Der kalifornische Gouverneur distanziert sich mit dem Programm vom Kurs der Bush-Regierung, die die Forschung mit Stammzellen nur begrenzt mit Steuergeldern unterstützen will.



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