Stellenangebot Stephen Hawking sucht Assistenten

Eine solche Stellenausschreibung gibt es nicht jeden Tag: Der berühmte Physiker Stephen Hawking sucht einen Assistenten. Genial und sozial soll er sein - was die Zahl der Bewerber begrenzen dürfte.


London - Stephen Hawking gilt als einer der größten Physiker der Gegenwart. Doch der Geistesgigant ist von einer schweren Krankheit gezeichnet: Schon mit 22 Jahren erkrankte der heute 64-jährige Hawking an der unheilbaren Muskelkrankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) und sitzt seit Jahrzehnten im Rollstuhl. Seit einem Luftröhrenschnitt kann er nicht mehr sprechen und muss sich über einen Sprachcomputer verständigen.

Physiker Hawking: Auf der Suche nach einem Helfer
REUTERS

Physiker Hawking: Auf der Suche nach einem Helfer

Um seinen Alltag bewältigen zu können, sucht der Physiker nun einen einen persönlichen Assistenten. Einer im Magazin der University of Cambridge veröffentlichten Stellenanzeige zufolge muss der ideale Bewerber zugleich genial und sozial sein - und einen gültigen Führerschein besitzen. Hawking suche einen Nachwuchswissenschaftler, der "verantwortlich für die Wartung des Computersystems und von Ersatzteilen" ist und der ihm bei der Vorbereitung und beim Leiten von Seminaren hilft. Der Assistent soll Hawking beim Verfassen wissenschaftlicher Texte helfen, ihn auf seinen vielen Reisen begleiten und auch anderen Kollegen zur Seite stehen.

"Flexibilität, Ausdauer und eine vertrauenswürdige und sorgende Persönlichkeit sowie ein gültiger Führerschein sind wesentlich für eine Bewerbung", heißt es in der Anzeige. Das Gehalt für den Job soll 23.457 Pfund (34.574 Euro) betragen.

Hawking hatte zuvor bereits einen persönlichen Assistenten: Chris Burgoyne, Mathematiker von der University of Manchester, arbeitete zwischen 1998 und 2000 für Hawking. In den 17 Monaten seiner Tätigkeit sei er mit dem berühmten Physiker um die halbe Welt gereist und habe unter anderem den ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton kennengelernt, sagte Burgoyne.

In seiner Forschung beschäftigt sich Hawking mit theoretischer Kosmologie und Quantengravitation. Im Unterschied zu den meisten seiner Kollegen hat er auch versucht, seine Arbeit Laien verständlich zu machen. Sein 1988 erschienenes Buch "Eine kurze Geschichte der Zeit" wurde weltweit zum Bestseller.

mbe/AFP/AP



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