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Tabuthema Depression: Wenn die Seele gefangen ist

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Robert Enke litt an Depressionen - einer Krankheit, die tabuisiert wird. Dabei erkrankt fast jeder fünfte Deutsche einmal im Leben daran. Auch erfolgreiche und vermeintlich glückliche Menschen kann ein Schicksalsschlag in tiefe Probleme stürzen. Vor allem Personen mit hohen Ansprüchen an sich selbst sind gefährdet.

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Tod von Torhüter Enke: Bewegende Pressekonferenz
Robert Enke hat Selbstmord begangen. Er hatte eine Tochter, war verheiratet und ein sehr erfolgreicher Sportler. Im kommenden Jahr sollte er das Tor der deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Südafrika hüten.

Warum beendet jemand, der offenbar alles hat, mit 32 Jahren sein Leben?

"Enke passt eigentlich nicht ins Risikoprofil", sagt Angelika Schlarb, Psychologin an der Universität Tübingen. Das sieht bei Männern eher so aus: über 55, alleinstehend und schon mit depressiven Vorerkrankungen belastet.

Vor Depression ist niemand gefeit, auch nicht Personen, die vermeintlich alles haben. "Es kann jeden treffen", sagt Schlarb. Insgesamt leiden in Deutschland derzeit rund vier Millionen Menschen an einer behandlungsbedürftigen Depression, schätzt die Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Jeder Fünfte erkranke einmal in seinem Leben daran.

Vor allem, so Schlarb, treffe es Personen mit hohem Leistungsanspruch und kritischer Haltung sich selbst gegenüber. Schicksalsschläge wie Tod, Scheidung, Arbeitsplatzverlust können auch vermeintlich gefestigte Menschen aus der Bahn werfen.

"Es hatte etwas Existentielles"

Schicksalsschläge gab es im Leben von Robert Enke: Vor drei Jahren starb seine herzkranke Tochter Lara im Alter von nur zwei Jahren. Enke und seine Frau adoptierten später ein Mädchen. Sein Arzt bestätigte, dass Enke an Depressionen litt. 2003 habe der Sportler sich erstmals bei ihm in Behandlung gegeben, weil er unter Versagensängsten gelitten habe.

Spitzensportler sind sehr leistungsorientiert - und bei jeglichem Versagen hagelt es von allen Seiten Kritik. "Fußball war sein Ein und Alles", sagte Enkes Frau am Mittwoch auf der Pressekonferenz. So hatte er auch berufliche Rückschläge zu verkraften: "Das Tal, das ich durchschritten habe, war ein sehr tiefes. Das war keine Krise, wie sie jeder Torwart mal erlebt, wenn er fünf- oder sechsmal danebengreift. Es hatte etwas Existentielles", sagte Enke im November 2008 dem Fußballmagazin "11 Freunde".

Enke war nicht der einzige prominente Spitzensportler, der an dieser Krankheit litt. Ein weiteres Beispiel ist Sebastian Deisler. Der ehemalige Fußballprofi des FC Bayern litt jahrelang an schweren Depressionen. Im Jahr 2003 machte er sie schließlich öffentlich. "Es ging nicht mehr anders", sagte Deisler vor kurzem in einem "Zeit"-Interview. "Ich wollte niemanden in der Klinik sehen, noch nicht einmal meine Eltern. Ich war krank."

Der enorme Druck, die permanente Öffentlichkeit und die Angst vor dem Karriereverlust machen es Spitzensportlern besonders schwer, mit einer Depression richtig umzugehen. Für ihre Karriere, so Schlarb, seien sie bereit, sehr viele Opfer zu geben. Die vielen Beeinträchtigungen führten mitunter sogar zu einer verzerrten Wahrnehmung. Schlarb: "Sie denken, dass dieser Leidenszustand ganz normal ist, dass das so sein muss."

Im "Stern" beschrieb Deisler dieses Phänomen: "Ich fühlte mich allen gegenüber verpflichtet, und das hat mich die Signale meines Körpers und meiner Seele überhören lassen." Ein enormer Leistungsanspruch und eine sehr kritische Einstellung sich selbst gegenüber - Deisler berichtet, wie er zwischen seinen eigenen und den Erwartungen der Öffentlichkeit förmlich zerrieben wurde: "Ich steckte in einem Teufelskreis. [...] Hier mein Talent, mein Anspruch und der Wunsch, die Hoffnungen und Erwartungen zu erfüllen, auf der anderen Seite die Tatsache, dass ich eigentlich zu nichts mehr in der Lage war. Ich hatte einen krankhaften Ehrgeiz aufgebaut. Und andererseits fehlte mir das Fundament, das tragen zu können." Mit 27 Jahren beendete er schließlich seine Karriere und tauchte jahrelang ab.

Depression ist noch immer ein Tabuthema

Enke machte seine Depression im Gegensatz zu Deisler nicht öffentlich. Einer der Gründe, sagt seine Frau, sei die Sorge gewesen, das Sorgerecht für die adoptierte Tochter zu verlieren. In seinem Abschiedsbrief entschuldigte sich Enke sogar bei Angehörigen und Ärzten dafür, dass er sie über seinen wahren Zustand getäuscht habe.

Aber nicht nur öffentlichen Personen fällt es häufig schwer, über ihre Depressionen zu sprechen. Die Krankheit ist noch immer ein Tabuthema, trotz der hohen Fallzahlen. Häufig reagiere das Umfeld von Depressiven mit wenig Verständnis und nach einer gewissen Zeit sogar genervt bis aggressiv. "'Nun reiß dich mal zusammen', kriegen Depressive oft zu hören", sagt Schlarb. "Depression ist aber weniger in der Gesellschaft tabu als im Berufsleben", meint die Psychologin. Wer depressiv ist, gelte als weniger belastbar, weniger stressresistent und damit auch als weniger leistungsfähig. Also redet man nicht darüber. Schon gar nicht in Krisenzeiten, in denen die Angst um den Arbeitsplatz viele Menschen umtreibt. Dabei zählen Depressionen zu den häufigsten Gründen für Berufsunfähigkeit in Deutschland.

Aus eigener Kraft eine Depression zu überwinden, ist für Betroffene sehr schwer. Es habe Tage gegeben, an denen er halbwegs klargekommen sei, sagte Deisler dem "Stern". "Am nächsten Morgen war alles wieder schlimm. Es kam mir vor, als habe die Krankheit in der Dunkelheit der Nacht Kraft gesammelt. An guten Tagen hatte ich ständig Angst, dass die Spuren der Schwermut wiederkommen." Die Depression habe ihm jegliche Lebensfreude genommen, so Deisler. "Sie hielt mich gefangen in einem Gefühl innerer Leere und Niedergeschlagenheit."

Deisler suchte rechtzeitig Hilfe, und ihm konnte geholfen werden. Viele Selbstmorde könnten vermutlich verhindert werden, wenn nur rechtzeitig jemand eingreifen würde. Die große Mehrheit der 10.000 Selbstmorde und der rund 150.000 Selbstmordversuche in Deutschland, so schreibt die Stiftung Deutsche Depressionshilfe, sei vermutlich auf eine nicht oder nicht optimal behandelte Depression zurückzuführen. Enkes Arzt beurteilte ihn aber als nicht selbstmordgefährdet, Enke habe sich von Selbstmordgedanken distanziert.

Mehr Männer als Frauen nehmen sich das Leben

Tatsächlich ist es für Psychologen oft sehr schwer, einen Suizid vorauszusehen. Die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention gibt an, ein erhöhtes Risiko bestehe grundsätzlich bei allen depressiven Menschen, insbesondere wenn diese hoffnungslos und schwer depressiv erkrankt seien. Doch woran erkennen Psychologen, dass ein Mensch besonders selbstmordgefährdet ist? In gängigen Psychologie-Fachbüchern werden Lehren von Erwin Ringel (1921 bis 1994) beschrieben, einem österreichischen Facharzt für Psychiatrie und Neurologie und Autor eines Standardwerks zum Thema Selbstmord.

Ringel prägte den Begriff "präsuizidales Syndrom", für das bestimmte Merkmale charakteristisch sind. So sehen Betroffene beispielsweise keine Wahlmöglichkeiten mehr und äußern Gefühle wie Hoffnungs- und Sinnlosigkeit. Zum anderen verstärkt sich das Gefühl, der Realität nicht mehr gewachsen zu sein. Der Betroffene baut sich dann eine Scheinwelt auf, in der der Gedanke an den Tod eine immer größere Rolle spielt. Selbstmordgedanken sind ein Warnsignal, sagt Schlarb. "Besonders, wenn es schon um konkrete Handlungen geht."

Dennoch sind Diagnosewerkzeuge wie das von Ringel aber noch lange keine Garantie dafür, dass Betroffene vor einem Selbstmord bewahrt werden können. Und es sind vor allem Männer betroffen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes nehmen sie sich dreimal mehr Männer das Leben als Frauen. Außerdem nehmen Männer seltener professionelle Hilfe in Anspruch, sagt Schlarb. Und sie wählen häufig die drastischeren Selbstmord-Arten. Das Beispiel Robert Enke bestätigt dies.

Mitarbeit: Cinthia Briseño

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Forum - Zum Tod von Robert Enke
insgesamt 1427 Beiträge
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1.
boo79 11.11.2009
R.I.P. Robert Enke
2.
Gebetsmühle 11.11.2009
Zitat von sysopEr war ein großartiger Fußballer und ein sensibler Charakter. Robert Enkes Karriere verlief extrem wechselhaft. Nun hat er sich das Leben genommen. Wie behalten Sie Robert Enke in Erinnerung? Wie sehen Sie seinen tragischen Tod?
man kann nur hoffen, dass er jetzt gefunden hat, was er suchte. in erinnerung werden vor allem seine glanztaten und erfolge bleiben.
3. ...
peterlustig2 11.11.2009
Menschlich bestimmt eine Tragödie! Gesellschaftlich vielleicht ein "Glücksfall". Es besteht nämlich die Chance, daß Depressionen und Angstzustände endlich als Krankheiten anerkannt werden, die jeden treffen können und die behandelt werden müssen und die auch nicht tabuisiert werden dürfen! Ganz besonders wichtig ist auch, daß die Krankenkassen endlich mehr Psychiater und Psychologen zulassen. Momentan sind Wartezeiten von drei Monaten und mehr die Regel, bzw. Kassenpatienten werden gleich ganz abgewiesen.
4.
krafts 11.11.2009
Zitat von sysopEr war ein großartiger Fußballer und ein sensibler Charakter. Robert Enkes Karriere verlief extrem wechselhaft. Nun hat er sich das Leben genommen. Wie behalten Sie Robert Enke in Erinnerung? Wie sehen Sie seinen tragischen Tod?
Ich behalte ihn in Erinnerung als hervorragenden Torhüter, der auf jeden Fall ein Kandidat für die Auswahl 2010 gewesen wäre, vielleicht sogar die erste Wahl, wenn er nicht ein bisschen Pech mit Verletzungen und Erkrankungen gehabt hatte. Ich kann mich auch an keine Eskapaden erinnern, war für einen Torhüter nach außen sehr ruhig und gelassen, was ihm von manchen auch den Vorwurf der Langeweile eingebracht hat. Wahrscheinlich ein sensibler Typ, der hauptsächlich durch Leistung auffallen wollte und aufgefallen ist.
5. Tod von Robert Enke
daggiwolti 11.11.2009
Wenn ein Mensch seinem Leben ein Ende setzt und sich seinen Mitmenschen entzieht dann fragen wir warum. Solange der Mensch da ist fragen wir meist nicht nach ihm. Plakatives ist von sensiblen Menschen schwer auszuhalten und die zunehmende Oberflächlichkeit unserer Ellenbogenesellschaft lässt viele zerbrechen. Fragen wir nicht nach dem warum sondern nach dem wozu und lernen für uns bei den Lebenden öfter mal nachzufragen.
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Depressionen
Krankheit und Verbreitung
Depressionen sind in der Bevölkerung weit verbreitet. Nach epidemiologischen Studien erkranken etwa 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung im Laufe des Lebens an einer Depression. Gemeint sind damit nicht leichte Verstimmungen, sondern psychische Probleme, die behandelt werden müssen.

Geschieht dies nicht, können die Folgen dramatisch sein: Depressionen zählen in Deutschland zu den häufigsten Gründen für Berufsunfähigkeit und werden für die Mehrzahl der rund zehntausend jährlichen Suizide verantwortlich gemacht.
Ursachen und Formen
Die Ursachen der Depressionen sind vielfältig und bleiben bei vielen Patienten unbekannt. Auslöser kann ein Schicksalsschlag sein. Es gibt aber auch Depressionen, die von einem ungelösten, frühkindlichen Konflikt herrühren, der bis ins Erwachsenenalter hineingetragen wird. Auch Medikamente können mitunter eine Depression auslösen: Sie wird als Nebenwirkung bei zahlreichen Arzneien genannt.

Eine endogene Depression entsteht, wenn Stoffwechselvorgänge im Gehirn gestört sind. Sie tritt oft plötzlich und scheinbar ohne Ursache auf; Mediziner vermuten auch eine erbliche Komponente. Eine neurotische oder Erschöpfungsdepression kann durch langfristige Belastungen entstehen, eine reaktive Depression wird oft durch ein aktuelles Ereignis wie etwa einen Trauerfall verursacht.

Seltener ist die bipolare Störung, die früher auch manisch-depressive Erkrankung genannt wurde. Hier wechseln sich extrem gehobene Stimmung und tiefe Niedergeschlagenheit ab. Die Betroffenen erleben mehr und kürzere depressive Phasen, die immer häufiger auftreten, je länger die Störung anhält. Zusätzlich gibt es noch mehrere Unterformen der Depression.
Symptome
Der Depressive erlebt eine anhaltend gedrückte und traurige Stimmung, wobei die Symptome am Morgen oft schlimmer sind als abends. Ein wichtiges Symptom sind Schlafstörungen. Die Patienten ziehen sich zurück und verlieren das Interesse an gesellschaftlichen Kontakten und an vielen anderen Dingen des Lebens. Oft kommen Angst und unbegründete Schuldgefühle hinzu sowie das Gefühl völliger Wertlosigkeit.
Therapie
Depressionen gelten allgemein als gut behandelbar. Oft hilft eine Kombination aus modernen Psychopharmaka und Psychotherapie. In manchen Fällen ist auch gezielter Schlafentzug oder eine Lichttherapie sinnvoll. Nach Abklingen der Symptome muss die Behandlung meist lange Monate fortgesetzt werden, da ein hohes Rückfallrisiko besteht.
Was können Betroffene tun?
Um aus einer Depression herauszufinden, ist das Wichtigste, sich Hilfe bei einem Arzt, Psychotherapeuten oder einer anderen Anlaufstelle zu suchen.

Vielen Patienten hilft es, ihren Tagesablauf zu strukturieren, sagt Angelika Schlarb vom Psychologischen Institut der Universität Tübingen. "Es ist wichtig, morgens überhaupt aufzustehen und sich körperlich beziehungsweise sportlich zu engagieren. 30 Minuten schneller Spaziergang helfen dabei so gut wie ein Antidepressivum."

Zudem sollte man sich Aufgaben suchen, die zu bewältigen sind und Negatives umgehen. Angehörige sollten negative Äußerungen des Depressiven ignorieren und versuchen, auf mögliche positive Tagesereignisse zu sprechen zu kommen.

Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe bietet auf ihrer Internetseite weitere Informationen zur Krankheit. Um herauszufinden, ob man selbst depressiv ist, kann als erster Schritt der Selbsttest der Stiftung helfen.

Mit Material von dpa
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Verstorbener Robert Enke: Aus Jena in die weite Fußballwelt

Teresa Enke über ihren verstorbenen Mann Robert
Klicken Sie auf die Titel, um die Erklärungen von Teresa Enke im Wortlaut zu lesen
Akute Depressionsschübe
"Wenn er akut depressiv war, dann war das schon eine schwere Zeit. Das ist klar, weil ihm dann der Antrieb gefehlt hat und die Hoffnung auf baldige Besserung und weil natürlich auch die Schwere darin bestand, das Ganze nicht in die Öffentlichkeit hinauszutragen. Weil es sein ausdrücklicher Wunsch war - aus Angst, seinen Sport, unser Privatleben und alles zu verlieren. Was natürlich im Nachhinein Wahnsinn ist. Es kommt ja jetzt auch raus."
Trauer nach dem Tod der Tochter
"Aber die Zeit während der Depressionen, die war nicht einfacher. Wir haben das durchgestanden, weil wir schon mal eine Zeit nach Istanbul und Barcelona durchgestanden haben. Und auch mit Doktor Marksers Hilfe einfach so viel Hoffnung daraus gezogen haben, was wir alles schaffen können. Auch nach Laras Tod. Das hat uns einfach so zusammengeschweißt, dass wir gedacht haben, wir schaffen alles und mit Liebe geht das. Aber, man schafft es doch nicht immer."
Enkes Verhältnis zum Fußball
"Der Fußball war alles, es war sein Leben, sein Lebenselixier, es war alles. Es hat ihm Halt und Kraft gegeben, die Mannschaft. Als es ihm scheinbar ein bisschen besser ging, in dieser Phase war alles so schön, auch wieder ein Teil der Mannschaft gewesen zu sein. Und das war auch damals in Barcelona, wo er aussortiert wurde, wo er auch krank war. Da hat er dann auch gesagt, es ist so schön, bei der Mannschaft zu sein, mit den Jungs Spaß zu haben. Das Training war für ihn der Halt. Als er jeden Tag dahinfahren konnte, das war für ihn das Wichtigste in dieser Situation, das Training, die Mannschaft."
Angst vor dem Verlust des Adoptivkindes
"Ich wollte ihm einfach helfen, das durchzustehen und hatte auch immer gesagt, dass wir auch andere Hilfe in Anspruch nehmen können, wie die Klinik. Aber er wollte es nicht. Aus Angst, dass es rauskommt. Und auch aus Angst, dass man Leila verliert. Wenn man depressiv krank war, was sich herausgestellt hat. Ich habe auch schon mit dem Jugendamt telefoniert, es hätte für alles eine Lösung gegeben. Ja, es ist natürlich die Angst. Was denken die Leute, wenn man ein Kind hat und der Papa ist depressiv? Aber ich habe ihm damals auch schon immer gesagt, das ist kein Problem. Die Leute, das sind alles Pädagogen, und die wissen, dass das zu behandeln ist und der Robert sich liebevoll um Leila gekümmert hat, bis zum Schluss."
Perspektiven abseits des Sports
"Ich habe versucht, für ihn da zu sein, ihm Perspektiven und Hoffnung zu geben. Dass der Fußball nicht alles ist und dass es so viele schöne Dinge im Leben gibt, auf die man sich freuen kann, dass wir uns haben, dass wir Leila haben, dass wir Lara hatten. Das Wichtige war die Perspektive, dass es nichts Auswegloses gibt, dass es für alles eine Lösung gibt, wenn man zusammenhält - und das haben wir gemacht. Ich war immer dabei. Ich bin mit zum Training gefahren die letzten Male und habe ihn immer begleitet."
Robert Enke über Robert Enke

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Trauer um Robert Enke

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Robert Enke: Stationen einer Torhüter-Karriere

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