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Expedition in Burma: Taucher suchen nach mysteriöser Riesenglocke

Bergungsschiff auf dem Bago River: Liegt hier die seit knapp 400 Jahren verschollene Glocke von König Dhammazedi? Zur Großansicht
REUTERS

Bergungsschiff auf dem Bago River: Liegt hier die seit knapp 400 Jahren verschollene Glocke von König Dhammazedi?

In einer Flussmündung in Burma liegt die angeblich größte Glocke, die je gegossen wurde. Derzeit versuchen Taucher, das Stück aus dem Wasser zu bergen. Teilweise tauchen sie ohne Pressluftflaschen, dafür aber mit Buddhas Hilfe.

Tief einatmen und ab geht es in die Tiefe. An Sicherheitsleinen befestigt versuchen Taucher derzeit im Süden Burmas eines der höchsten religiösen Heiligtümer des Landes aus einer Flussmündung zu bergen - eine riesige Glocke. Mehr als 70 Taucher seien dafür im Einsatz, berichtet der 52-jährige Expeditionsleiter Win Myint. Zehn von ihnen stammen vom Mergui-Archipel und tauchen ohne Pressluftflaschen.

Die Glocke ist ein echter Koloss: Das 270 Tonnen schwere Stück aus Bronze gilt als größte Glocke, die je gegossen wurde. König Dhammazedi von Pegu gab sie um das Jahr 1480 in Auftrag. Er ließ sie in der Stadt Yangon im Shwedagon-Paya, dem wichtigsten Sakralbau im religiösen Zentrum Burmas aufstellen.

Versunkenes Diebesgut

Um 1600, als die Europäer in den Süden Burmas vordrangen, stahl jedoch der portugiesische Despot Philip de Brito das seltene Stück - mit wenig Erfolg: De Brito kenterte mitsamt seinem schweren Diebesgut an genau der Stelle, wo die Flüsse Yangon und Bago zusammenlaufen.

Seit Langem versuchen Expeditionsgruppen die mysteriöse Glocke zu bergen. Doch der tiefe Schlamm im Flussbett erschwert die Suche, genauso wie die reißende Strömung und die schlechte Sicht unter Wasser.

Auch bei der bisherigen Bergungsaktion hatte die Mannschaft bislang kein Glück. Am Donnerstag wollen es die Taucher nach Angaben von Myint erneut versuchen. Bei den riskanten Tauchaktionen in der starken Strömung haben sie besondere Unterstützung: In einem externen Boot beten buddhistische Mönche für ihre Sicherheit.

Insgesamt soll die Aktion 45 Tage dauern und wird nach Angaben des Expeditionsleiters Myint etwa 200.000 Dollar, umgerechnet knapp 150.000 Euro, kosten. Das meiste Geld stamme aus Spenden.

jme/AP

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insgesamt 5 Beiträge
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1.
84erstudent 14.08.2014
Versuchen die Taucher das Ding jetzt zu bergen oder zu finden?
2. 270 to und 16. Jahrhundert?
davaoit 14.08.2014
Im 16. Jahrhundert klaut jemand eine 270 to schwere Glocke, schafft sie auf sein Boot und macht sich damit vom Acker? Dass muss man nicht glauben, oder?
3.
TS_Alien 14.08.2014
Auf Wikipedia steht, dass die Glocke eingeschmolzen worden ist, um Kanonen zu gießen. Dann noch viel Spaß bei der Suche.
4.
trafozsatsfm 14.08.2014
Zitat von davaoitIm 16. Jahrhundert klaut jemand eine 270 to schwere Glocke, schafft sie auf sein Boot und macht sich damit vom Acker? Dass muss man nicht glauben, oder?
Sie wurde den Hügel hinunter zum Fluss gerollt und dann auf einem Floß transportiert. Man kann annehmen, dass es schon ein großes Floß war. ;) Vielleicht hätten Sie den ganzen Wiki-Artikel lesen sollen: Da steht, dass die Glocke eingeschmolzen werden SOLLTE und deshalb abtransportiert wurde. Allerdings sank das Floß (mitsamt dem Schiff, an das es gebunden war) an der im SPON-Artikel genannten Stelle. Die Suche lohnt sich also doch...
5.
damtschweli 15.08.2014
Zitat von davaoitIm 16. Jahrhundert klaut jemand eine 270 to schwere Glocke, schafft sie auf sein Boot und macht sich damit vom Acker? Dass muss man nicht glauben, oder?
Ich mag noch nicht mal glauben, daß jemand eine solche Glocke damals gießen konnte. Oder heute gießen könnte.
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