Nachhaltigkeitstraining Noch kurz die Welt retten

Wir sind gegen Plastikmüll im Meer, die Rodung des Regenwalds und sinnlosen Konsum. Trotzdem verhalten wir uns im Alltag oft nicht umweltschonend. Hier lernen Sie, wie es besser geht.

Plastikmüll im Roten Meer
DPA

Plastikmüll im Roten Meer


An Bewusstsein mangelt es uns nicht. Jeder fünfte Deutsche zählt Umwelt- und Klimaschutz zu den wichtigsten Problemen, denen das Land gegenübersteht, so eine aktuelle Umfrage des Bundesumweltamts. In der Untersuchung gaben auch 75 Prozent der Teilnehmer an, "dass unsere energie-, ressourcen- und abfallintensive Lebensweise grundlegend umgestaltet werden sollte". So weit, so ermutigend. Auf der anderen Seite zeigt die gleiche Studie, dass nach wie vor 70 Prozent der Befragten fast täglich das Auto nutzen. Und dass nur gut 25 Prozent ihren Fleischkonsum auf ein Mal pro Woche reduziert haben.

Eine nachhaltige Lebensweise ist also anscheinend vielen Deutschen wichtig - nur die praktische Umsetzung scheint nicht ganz einfach. "Entmutigen lassen sollten wir uns von den Zahlen nicht", findet Leena Volland, Mitgründerin des preisgekrönten Blogs NACHHALTIG-SEIN.info. Zum einen gäbe es in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren eine klare Verbesserung hin zu umweltbewussterem Verhalten, wir essen mehr Bio, trennen Müll, sparen Energie. Zum anderen brauche es einfach Zeit, den Lebensstil umfassend auf nachhaltigen Konsum umzustellen.

Zusammen mit dem Blog-Mitgründer Florian Schreckenbach hat Volland einen Ratgeber geschrieben ("Dein Weg zur Nachhaltigkeit. 350 praktische Tipps für den Alltag"), der zeigt, wie wir in kleinen Schritten und mit einfachen Mitteln einen umweltfreundlicheren Alltag gestalten können.

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Florian Schreckenbach, Leena Volland:
"Dein Weg zur Nachhaltigkeit"

350 praktische Tipps für den Alltag

Verlag Books on Demand; 208 Seiten; 12,99 Euro

Exklusiv für SPIEGEL WISSEN und SPIEGEL ONLINE haben Volland und Schreckenbach ein "Training für mehr Nachhaltigkeit im Alltag" entwickelt. Über einen Zeitraum von acht Wochen bekommen Sie jede Woche eine andere Aufgabe, mit der Sie umweltbewusstes Verhalten konkret üben können. Sie finden unter anderem Anregungen für die Bereiche Einkauf, Müll, Unterwegssein und Haushalt.

Mit dem Training können Sie jeweils eine Woche lang ausprobieren, wie es sich mit dem neuen Verhalten lebt. Keine Sorge - die Aufgaben sind so einfach, dass jeder sie ohne viel Aufwand angehen kann. Für die nötige Motivation bekommen Sie jede Woche außerdem eine Liste, die Ihnen zeigt, welche positiven Auswirkungen auf die Umwelt Ihre kleinen Verhaltensänderungen haben.

Hier können Sie sich für das kostenlose Training registrieren.

In machbaren Schritten zu mehr Nachhaltigkeit? Mit dem Training von SPIEGEL ONLINE und SPIEGEL WISSEN ist das spielend leicht möglich.

Jeden Freitag bekommen Sie eine neue, einfache Anregung für umweltfreundlicheres Verhalten im Alltag. Bestellen Sie direkt hier:

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insgesamt 30 Beiträge
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langenscheidt 25.05.2017
1. "Wir essen mehr Bio"
Das ist der beste Witz. Mit "Bio" essen wir nur einen Namen auf dem Etikett. "Bio" ist eine Erfindung der Nahrungsmittelindustrie - wie auch Veggie - um mehr Kunden durch Vielfalt an sich zu binden.
harald441 25.05.2017
2. Versteh' ich nicht.
Es kann doch nicht so schwierig sein Kunststoffe zu entwickeln, die sich in Salzwasser auflösen, denn kaum jemand muß doch Salzwasser in Behältern transportieren, und wenn doch, dann braucht er eben salzwasserresistenten Kunststoff, der dann eben zu diesem Zweck ausgezeichnet ist. Benzin löst oder greift ja auch Kuntstoff an, aber Spezialkunststoff, aus dem Benzinersatzkanister sind, wird ja auch zu diesem Zweck und nur zu diesem Zweck hergestellt.
G. Seiters 25.05.2017
3. Ökologischer Fußabdruck
Die Nettozuwanderung nach Deutschland von Menschen aus wenig entwickelten Gebieten in den letzten zwei Jahren hat deren Ökologischen Fußabdruck knapp verdreifacht. Das sind aus dem Nichts rund 3 Millionen Fußabdrücke generiert worden. Da müssten jetzt viele, die schon länger hier leben, ihren Ökologischen Fußabdruck reduzieren, um überhaupt erst mal auf den Ausgangswert zu kommen. (https://de.wikipedia.org/wiki/Ökologischer Fußabdruck) Aber manche Fakten sind eben nicht so gern gesehen.
erespondek 25.05.2017
4.
Veränderungen brauchen Zeit. "NUR" 25% die nur ein mal die Woche Fleisch essen? Nein: SCHON 25 % die nicht öfter als einmal die Woche Flesich essen. Wenn man den Menschen versucht etwas im Eilzugtempo einzuhämmern kommen Abwehr- und Gegenreaktionen. Zumal wenn offensichtliche Widersprüche offen unkommentiert stehen bleiben und man weiter über sie hinweg versucht zu argumentieren. Nachhaltigkeit, klar. Statt den Pappbecher nehme ich meinen eigen Mehrwegbecher mit. Das Resultat ist dann das Müll importiert wird um ihn hier zu verbrennen? Italienisches PVC weil wir lokale Pappe sparen? Der Müllimport zum Verbrennen wurde thematisiert, kommentiert, analysiert... aber was wurde daraus? Wo kommen die Mengen für die Müllheizkraftwerke her? Früher hatte ich 2 gelbe Säcke je Abfuhrtermin, heute nur noch bei jedem 2. Termin einen Sack (Ausnahmen bestättigen die Regel), vorallem weil ich Müll trenne und auf dem Wertstoffhof bringe. Widersprüche und offene Fragen klären statt zu versuchen den Leuten ein schlechtes Gewissen einzureden. Und statt mit Vegie oder Vegan Mist zu winken sollte man den Leuten lieber beibringen, dass man sich um sein Essen kümmern muß, selbst kocht statt Dosen auszulöffeln. Dann reduziert sich der Fleischkonsum von alleine.
freigeistiger 25.05.2017
5. Der x-tausendste Versuch von Symptomkosmetik
Das ist der Versuch von Symptomkosmetik. Die Erde ist endlich, die Ackerflächen sind endlich, die Wasser Ressourcen sind endlich, die Rohstoffe sind endlich. Die Menschen und der Kapitalismus bewegen sich auf eine große Blase zu. Die große Akkumulation von Kapital macht noch Erträge durch die Aneignung von Ressourcen. Der globale Kapitalismus ist schon jetzt ein Wettbewerb der geringwertigsten Arbeitsbedingungen und der künstlichen Nachfrageerhöhung durch kurzlebige Waren. Andernfalls würde schon jetzt das kapitalistische Wirtschaftssystem kollabieren, auf Grund des hohen Ungleichgewichtes von Überproduktionen und Absatzmöglichkeiten. Unser derzeitiges Wirtschaftssystem beruht darauf, sich möglichst viel Arbeit zu machen. Das sind die Errungenschaften des menschlichen Geistes durch die Erfindung von Maschinen und hoher Produktivität. Irgendwie absurd.
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