Uno-Studie Welt verliert Kampf gegen Klimawandel

Die Vereinten Nationen schlagen Alarm: Die Welt werde ihren Kampf gegen die Klimaerwärmung verlieren, heißt es in einer aktuellen Studie. Das anvisierte Zwei-Grad-Ziel ist demnach kaum noch realisierbar - es sei denn, die Länder fahren ihre CO2-Emissionen in kürzester Zeit drastisch zurück.

Kohlekraftwerk (in Kanada): Abkehr vom Dogma der CO2-Reduzierung?
AP

Kohlekraftwerk (in Kanada): Abkehr vom Dogma der CO2-Reduzierung?


Oslo - Wunschdenken, Illusion, Sackgasse: Für das von den Vereinten Nationen ausgerufene Zwei-Grad-Ziel kursieren inzwischen vielerlei Begriffe der Hoffnungslosigkeit. Eine neue Studie bestätigt jetzt das, was für viele Experten schon als ausgemacht gilt: Die internationale Staatengemeinschaft wird ihren Kampf gegen den Klimawandel verlieren, wenn der zuletzt deutlich gestiegene Ausstoß von Treibhausgasen bis 2030 nicht drastisch zurückgefahren wird.

Die Emissionen von Kohlendioxid (CO2) und anderen Schadstoffen durch Fabriken, Kraftwerke, Autos und Flugzeuge hätten im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts einen Rekordstand erreicht, heißt es in einem Entwurf des Uno-Berichts, dessen Zusammenfassung der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag vorlag.

Grund hierfür sei vor allem das rasante industrielle Wachstum von China und anderen asiatischen Staaten. Dies gefährde das erklärte Ziel von knapp 200 Ländern, den Anstieg der Erderwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts auf zwei Grad Celsius im Vergleich zu Beginn der industriellen Revolution zu begrenzen. Diese Maxime ist im Klimaschutzvertrag festgehalten, auf den sich die Vertreter der Teilnehmerstaaten zuletzt auf dem Uno-Klimagipfel 2010 in Cancún geeinigt hatten.

Bis zu dieser Zwei-Grad-Grenze gelten die globalen Folgen des Klimawandels wie Wirbelstürme, Überschwemmungen und Dürren noch als beherrschbar. Einer Anfang des Jahres vom US-Handelsministerium veröffentlichten Studie zufolge werden die Temperaturen ohne nennenswerte Gegensteuerung bis zum Ende des Jahrhunderts um 2,2 bis 5,5 Grad steigen.

Mögliche Gegenmaßnahme: Neue Wälder pflanzen

Sollte der Ausstoß von Treibhausgasen bis 2030 nicht unter Kontrolle gebracht werden, so die Autoren der aktuellen Uno-Studie, müssten die Staaten zusätzliche Maßnahmen erwägen, um CO2 aus der Erdatmosphäre wieder herauszubekommen. Als Beispiele nannten die Autoren, die zu den weltweit angesehensten Klimaforschern zählen, unter anderem die Pflanzung von neuen Wäldern, damit die Bäume das CO2 aus der Luft in ihrem Zellgewebe binden könnten. Eine weitere Möglichkeit sei das Einfangen und Vergraben von Treibhausgasen, was aber noch näher erforscht werden müsse.

Dennoch scheint die Entwicklung der weltweit steigenden CO2-Emissionen nicht mehr aufzuhalten zu sein. Zuletzt hatten Berechnungen des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) ergeben, dass der weltweite CO2-Ausstoß 2011 auf ein neues Rekordniveau gestiegen ist. Spitzenreiter blieb demnach unverändert China. Die Nation stieß 2011 8,9 Milliarden Tonnen CO2 aus. Weltweit wurden insgesamt 34 Milliarden Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre geblasen.

Der Klimawandel macht sich seit längerem bemerkbar: Das Eis im Nordpolarmeer ist einem Weltbank-Bericht zufolge im September auf ein Rekord-Minimum geschmolzen, extreme Hitzewellen und Dürren hätten im vergangenen Jahrzehnt Staaten wie die USA und Russland häufiger heimgesucht als zuvor. Derart extreme Wetterlagen würden mit zunehmender Erwärmung zur Normalität gehören. Einer Studie des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft zufolge wirkt sich der Klimawandel schon jetzt auf fast jedes dritte deutsche Unternehmen aus.

cib/Reuters

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lichtbote 13.04.2013
1. CO2-Betrug
Es gibt hinreichend Beweise, dass CO2 nicht für den Klimawandel verantwortlich ist. Aber solange damit viel Geld verdient wird, kehrt man die Wahrheit unter den Tisch.
billhall 13.04.2013
2.
Zitat von sysopAPDie Vereinten Nationen schlagen Alarm: Die Welt werde ihren Kampf gegen die Klimaerwärmung verlieren, heißt es in einer aktuellen Studie. Das anvisierte Zwei-Grad-Ziel ist demnach kaum noch realisierbar - es sei denn, die Länder fahren ihre CO2-Emissionen in kürzester Zeit drastisch zurück. http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/uno-klimastudie-welt-verfehlt-zwei-grad-ziel-a-894162.html
Das martialsiche "Kampf gegen die Klimaerwärmung" ändert leider nichts daran dass es zur Zeit gerade mal 0,4 ° C wärmer ist, seit 15 Jahren keinerlei Erwärmung stattfindet und die Temperatur (trotz aller fragwürdigen Messmethoden) sogar leicht fällt - und das trotz weiter steigenden CO2-Gehalts. Auch die IPCC-Berichte sehen das ganze nicht so hysterisch wie die Vereinten Nationen, es gibt einfach noch zu viel unbekannte Einflussfaktoren als das man Klimaveränderungen einer einzigen Ursache zuschreiben könnte.
quark@mailinator.com 13.04.2013
3. Erklärt's mir bitte endlich
Was ich nicht kappiere ... Wenn CO2 nur 20% zum Treibhaueffekt beiträgt (Wasserdampf 60%) und der menschliche Anteil an der gesamten CO2-Produktion nur 16% beträgt, ergibt sich gerade mal ein Anteil von ca. 3% (0,2*0,16=0,0032) des GESAMTEN menschgemachten CO2 am Treibhauseffekt. D.h. selbst wenn wir komplett aufhörten, CO2 zu produzieren, wäre der Effekt marginal. Also, wo ist der Fehler ? Die Zahlen selbst sind überall zu finden, wenn man danach sucht, z.B. auch in der Wikipedia. Um's klarzustellen - ich bin für saubere Umwelt und verantwortungsvolles Handeln, aber was konkret das CO2 angeht, komme ich mir veralbert vor.
butternut 13.04.2013
4. Lächerlich
Den Klimahysterikern fliegen ihre "Klimamodelle" um die Ohren. In den letzten 15 Jahren hat sich null, nix, nada erwärmt. Und jetzt machen die Vereinten Nationen einen auf Klimapanik. Lachhaft. Übrigens: Die CO2-Einsparung Deutschlands für die nächsten zehn Jahre blasen die Chinesen in den kommenden zwei Monaten in die Atmosphäre. Dafür müssen die deutschen Verbraucher massiv erhöhte Energiepreise zahlen und die Landschaften mit Windmühlen verschandeln.
rkinfo 13.04.2013
5. Wälder für Südeuropa bis Sahel
Es gibt gerade in den Eurokrisenstaaten zuwenige Wälder im Vergleich zu früher. Ebenso benötigen Madagaskar bis Sahelzone dringend Aufforstung. Holz ist zudem auch Energieträger und was heute geplanzt wird steht Ca. 2050 als Holzquelle dauerhaft zur Verfügung. Vielleicht ist es sogar wichtig einen sichtbaren Klimawandel zu erleben dass die Nichtwissenschaftler und Klimaleugner mal sehen was passiert wenn fossile Lobbyisten die Oberhand haben
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