US-Studie: Jede zweite Raucherin pafft auch in der Schwangerschaft

Obwohl die schädlichen Auswirkungen des Rauchens auf ungeborenes Leben inzwischen bekannt sind, rauchen in den USA viele Frauen auch während der Schwangerschaft weiter.

Nur noch jede zweite Frau will mit dem Rauchen aufhören
DPA

Nur noch jede zweite Frau will mit dem Rauchen aufhören

München - Gerade einmal die Hälfte aller Frauen, die schwanger werden, hören in den USA mit dem Rauchen auf. Das haben jetzt Wissenschaftler in einer zehnjährigen Untersuchung über die Rauchgewohnheiten von 187.302 Frauen herausgefunden. Darunter waren 8.803 Schwangere im Alter zwischen 18 und 44 Jahren.

Insgesamt sei die Zahl der weiblichen Raucher leicht rückläufig: Die Frage: "Haben Sie in Ihrem Leben insgesamt mehr als 100 Zigaretten geraucht?", bejahten laut dem Fachblatt "Ärztliche Praxis" im ersten Studienjahr 42, im letzten Studienjahr 38 Prozent der Frauen. Nach den aktuellen Zahlen rauchten insgesamt 12 Prozent aller schwangeren und 24 Prozent der nicht-schwangeren Frauen.

Trotz des Rückgangs stimme der Blick speziell auf junge Raucherinnen zwischen 18 und 20 Jahren bedenklich. In dieser Altersgruppe nahm der Anteil der Raucherinnen von 26 auf 27 Prozent leicht zu. Auch wollen weniger Mädchen das Rauchen aufgeben: Die Quote der "Willigen" sank von 58 auf 50 Prozent.

Zu den starken Raucherinnen in den USA gehören vor allem verheiratete, unbeschäftigte Frauen mit niedrigem Ausbildungsniveau.

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