Luftverschmutzung Indonesiens Präsident entschuldigt sich für Qualm

Waldrodungen in Indonesien treiben seit Tagen dichten Rauch in die Nachbarländer. Jetzt entschuldigt sich der indonesische Präsident für den Qualm. In Malaysia und Singapur drohen Bewohnern Gesundheitsschäden.

Singapur: Einwohner schützen sich mit Gesichtsmasken.
DPA

Singapur: Einwohner schützen sich mit Gesichtsmasken.


Der indonesische Präsident Susilo Bambang Yudhoyono hat sich für starke Luftverschmutzung entschuldigt, die ins benachbarte Singapur und nach Malaysia vordringt. Als Staatschef bitte er um Entschuldigung und um "Verständnis" bei den Bewohnern Malaysias und Singapurs, sagte Yudhoyono in der Nacht zum Dienstag. "Wir akzeptieren, dass wir mit dem Problem fertig werden müssen", fügte er hinzu.

Malaysias Regierung hatte am Sonntag über zwei südliche Landesteile den Smog-Ausnahmezustand verhängt. Das Umweltministerium erklärte, der Index für die Luftverschmutzung habe in der Stadt Muar mit 750 den höchsten Wert seit 16 Jahren erreicht. Die Behörden wollten den Smog in den am stärksten betroffenen Gebieten mit künstlich erzeugtem Regen bekämpfen.

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Indonesien: Waldbrände hüllen das Land in Rauch
Auch in zwei weiteren Städten im Süden Malaysias lag der Smogwert den Angaben zufolge so hoch, dass Gefahr für die Gesundheit bestand. In der Hauptstadt Kuala Lumpur war die Luftqualität ebenfalls schlecht. Die 452 Meter hohen Petronas Twin Towers waren wegen des Dunstes auch aus geringer Entfernung nicht zu sehen. Viele Einwohner schützten sich mit Gesichtsmasken.

Obwohl Brandrodungen in Indonesien verboten sind, werden immer wieder Wälder illegal abgefackelt. Bei solch einer Brandrodung im Norden Sumatras starben im vergangenen Jahr etwa hundert Orang-Utans.

boj/AFP



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insgesamt 14 Beiträge
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ralfbb 25.06.2013
1.
was in diesem artikel nicht erwaehnt wird ist, dass viele Feuer von Palmoelplantagen kommen die malaysischen Unternehmen gehoeren. So schliesst sich der Kreis.
bekassine 25.06.2013
2. Wald- und Palmölmafia dort, Fleischmafia hier, Gensaatmafia
Lebensmittelmafia, das gesamte Wirtschaftssystem ist von mafiösen Strukturen zersetzt und die Politik ist Teil dieser Strukturen, siehe Bericht Lobbycontrol. Man muss einfach die Meldungen der letzten Tage miteinander verknüpfen und man bekommt ein realistisches Bild des globalen Wirtschaftens.
cucco 25.06.2013
3. Die Effekte des Qualms in asiatischen Ländern...
...sind sicher um ein Vielfaches schlimmer als die CO2 Verschmutzung in Europa. Dagegen scheinen mir die "ehrgeizigen" Ziele der Schadstoffvermeidung hier bei uns wie eine Beschäftigungstherapie für ausrangierte Politiker. Sind doch Peanuts im Vergleich , was dort im Osten und eventuell auch in Amerika ( ich kenne die anderen 3.Weltgebiete in Amerika nicht persönlich) an gigantischen Verschmutzungen in die Luft gelassen wird. Frau Merkel, Sie haben mit Ihrer Unterschrift zwar das arme Asien etc. weitgehend von Zoll befreit, aber um den Schmutz, der dabei entsteht - nicht zuletzt zugusnten des Profits - kümmern Sie sich wenig.
sitiwati 25.06.2013
4. Asap
nennt sich das, im Prinzip ein alter Hut, den gibts schon immer-jetzt ist es so, das die Holzmafia die Wälder an zB China verkauft, die brauchen das Holz für ihre Exporte, die Bauern in Sumatra/Kalimantan zünden die Reste an, die Torfmoore fangen Feuer und glimmen/brennen-die AsapWolke zieht sich über/bis Thailand !
petermalysia 25.06.2013
5. nicht nur das....
Zitat von ralfbbwas in diesem artikel nicht erwaehnt wird ist, dass viele Feuer von Palmoelplantagen kommen die malaysischen Unternehmen gehoeren. So schliesst sich der Kreis.
.... der Arikel brauchte ja auch fast ne Woche bis SPON es merkt ;-) Neben den malayischen UN sind es auch UN aus Singapur, Indonesien plus Anteile aus anderen Ländern an diesen UN. Deshalb kann auch niemand der betroffenen Länder eine Aufrei machen und das übliche Sorry kommt ohne nachdruck. Die Holzgeschäfte stimmen auch was im anderen Kommentar genannt wurde. Aber hier ist noch das besondere das den malyischen Holz UN von der Institution in Hamburg sogar ein nachhaltiger Forstbau bescheinigt wurde. So leicht sind die in Hamburg hinters Licht zu führen, während die dann zertifizierten malayischen UN das zugekaufte Tropenholz als eigenes auf dem Weltmarkt (auch Europa) verkaufen.
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