Rätsel der Woche Wer ist der Mörder?

Auf einer Trauerfeier verguckt sich ein Mädchen in einen Jungen. Ein paar Tage später ist die Nachbarin des Mädchens tot. Wer hat die Frau umgebracht?

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In der Mathematik ist oft Querdenken gefragt. Denn nur wer ungewöhnliche Wege probiert, hat Chancen, schneller ans Ziel zu kommen - oder es überhaupt zu erreichen.

Wer das Querdenken üben möchte, kann sich an sogenannten lateralen Rätseln versuchen. Dabei geht es darum, auf kreative Weise eine Lösung zu finden, die in der Regel nicht einmal eindeutig ist. Laterales Denken ist eine Kreativitätstechnik. Die Lösung für das Rätsel sollte natürlich logisch plausibel sein. Die Aufgaben sind oft ziemlich makaber - aber zumindest wer schwarzen Humor mag, wird sich daran kaum stören.

Mancher kennt diese Rätselform auch als Kartenspiel mit dem Namen "Black Stories". Dabei ist einem Spieler die Lösung bekannt und die Mitspieler müssen durch das Stellen von Ja-Nein-Fragen versuchen, diese herauszufinden.

Das heutige Rätsel ist etwas schwieriger, denn sie können sich der Lösung nicht Schritt für Schritt annähern, sondern müssen diese allein aus dem Aufgabentext entwickeln. Wichtig ist dabei, dass möglichst alle Details aus dem Aufgabentext mit der Lösung plausibel erklärt werden. Finden Sie eine Lösung?

Ein 16-jähriges Mädchen begleitet seine Nachbarin auf eine Beerdigung. Gestorben ist der Vater der Nachbarin. Auf der Trauerfeier erblickt das Mädchen einen gleichaltrigen Jungen, der ihr auf Anhieb gefällt. Sie hat ihn zuvor noch nie gesehen und traut sich auch nicht, ihn anzusprechen. Ein paar Tage später ist die Nachbarin tot. Wie die Polizei feststellt, ist sie eines unnatürlichen Todes gestorben. Wer könnte der Mörder sein? Und warum?

insgesamt 88 Beiträge
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glchao 12.02.2017
1. Plausibel
Die Lösung hat mich in mehrfacher Hinsicht überzeugt, in erster Linie jedoch, dass es als "auf jeden Fall plausibel" bezeichnet wird, wenn ein Mädchen, das sich nicht traut, einen Jungen, der ihr gefällt, anzusprechen, kurz darauf keine großen Hemmungen hat, ihre Nachbarin zu killen, und zwar ohne vielleicht vorher mal diese Nachbarin gefragt zu haben, wer denn der junge Mann auf der Beerdigung sei, und somit zu versuchen, auf etwas zivilerem Wege einen Kontakt anzubahnen. Ja, das ist vollkommen plausibel, wenn man weiß, was so im Kopf junger Mädchen (gerade in der Pubertät!) vor sich geht. Der Logik folgend müsste die Geschichte dann so weitergehen, dass - da sich das Mädel auch auf den folgenden Beerdigungen nicht traut, den Jungen anzusprechen - sie nach und nach alle Trauernden (bis auf ihren Angebeteten natürlich) abmurkst, um so letztendlich diesen geradezu zu zwingen, sie anzusprechen, allein schon deshalb, weil sonst keiner mehr übrig ist, dem man sein Beileid aussprechen könnte.
Putin-Troll 12.02.2017
2. Jede andere Lösung wäre wahrscheinlicher
---Zitat--- Sie hat ihre Nachbarin umgebracht, weil sie hofft, bei deren Beerdigung den Jungen wieder zu treffen. ---Zitatende--- Klar, sie beseitigt ihre einzige Verbindung zu dem Jungen... ganz sicher... NICHT! Meine Theorie: Es war Selbstmord. Die Nachbarin konnte ohne ihren Vater nicht leben, und als sie gesehen hat, dass das Mädchen verliebt ist, hat sie ihr eigenes Elend nur noch schwerer empfunden.
0forearth 12.02.2017
3. Psychopathen-Test
Ein ähnliches Rätsel kenne ich unter einer anderen Prämisse: Wer es auf Anhieb löst, ist angeblich psychopathisch veranlagt. Normale Menschen suchen erst nach weiteren Variablen oder geben auf, weil die Lösung für sie widersinnig erscheint. Nach langem Nachdenken kann man natürlich trotzdem auf des Rätsels Lösung kommen. Übrigens könnte, aus genau dem gleichen Grund, auch der Junge der Mörder sein.
Ringmodulation 12.02.2017
4. Unlogische Lösung
Es fehlt der Grund, warum sie glaubt, ihn diesmal ansprechen zu können.
steve_burnside 12.02.2017
5.
Zitat von glchaoDie Lösung hat mich in mehrfacher Hinsicht überzeugt, in erster Linie jedoch, dass es als "auf jeden Fall plausibel" bezeichnet wird, wenn ein Mädchen, das sich nicht traut, einen Jungen, der ihr gefällt, anzusprechen, kurz darauf keine großen Hemmungen hat, ihre Nachbarin zu killen, und zwar ohne vielleicht vorher mal diese Nachbarin gefragt zu haben, wer denn der junge Mann auf der Beerdigung sei, und somit zu versuchen, auf etwas zivilerem Wege einen Kontakt anzubahnen. Ja, das ist vollkommen plausibel, wenn man weiß, was so im Kopf junger Mädchen (gerade in der Pubertät!) vor sich geht. Der Logik folgend müsste die Geschichte dann so weitergehen, dass - da sich das Mädel auch auf den folgenden Beerdigungen nicht traut, den Jungen anzusprechen - sie nach und nach alle Trauernden (bis auf ihren Angebeteten natürlich) abmurkst, um so letztendlich diesen geradezu zu zwingen, sie anzusprechen, allein schon deshalb, weil sonst keiner mehr übrig ist, dem man sein Beileid aussprechen könnte.
Wieso gehen Sie davon aus, dass das Mädchen die Nachbarin nicht gefragt hat und diese es nicht wußte? Und Ihre Theorie, dass das Mädchen als einziges übrig bleiben würde wenn sie alle anderen Trauernden auch umbringt ist sowieso falsch, da jeder Mensch andere Bekannte hat und immer wieder neue Leute auf die jeweilige Beerdigung kommen würden.
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