EU-Fortschrittsbericht Ende der Zeitumstellung kommt frühestens 2021

Im kommenden Jahr sollte in der EU Schluss sein mit der Zeitumstellung. Schon länger ist klar: Die Pläne sind zu ambitioniert - das bestätigt laut Medienberichten nun auch ein EU-Papier.

Symbolbild
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Sie wurde eingeführt, um Energie zu sparen, inzwischen empfinden viele die Zeitumstellung aber als lästig. Deshalb sollte sie nach dem Willen der EU schon im Jahr 2019 abgeschafft werden. Daraus wird jedoch offenbar nichts - oder wenigstens nicht so bald. Wie unter anderem "Bild" berichtet, geht aus einem EU-Fortschrittsbericht hervor, dass die Zeitumstellung frühestens im Jahr 2021 abgeschafft werden kann.

Der Grund: Der Zeitplan ist viel zu ambitioniert. Die EU-Kommission hatte die Mitgliedstaaten aufgefordert, sich bis April 2019 zu entscheiden, ob sie künftig die Sommer- oder die Winterzeit beibehalten wollen. Schon im Oktober regte sich Widerstand gegen die Pläne, weil entscheidende Details noch immer unklar sind. Die zuständigen Minister hatten bereits damals angekündigt, die Zeitumstellung um zwei Jahre verschieben zu wollen. Insofern ist der aktuelle Fortschrittsbericht nicht überraschend.

Auch der Bundesrat hatte dem Vorhaben zwar grundsätzlich zugestimmt, aber gewarnt, der Zeitrahmen sei zu ehrgeizig. Das Kernproblem: Können sich die EU-Staaten nicht auf eine gemeinsame Standardzeit einigen, wäre das Chaos perfekt. Hier erfahren Sie mehr über die technischen Probleme:

Laut EU-Kommissarin Violeta Bulc tendierten Portugal, Zypern und Polen bisher zur Sommerzeit. Während Finnland, Dänemark und die Niederlande eher die Winterzeit bevorzugten. Griechenland habe bisher als einziges EU-Land signalisiert, die Zeitumstellung beibehalten zu wollen. Bisher habe sich aber kein Land endgültig entschieden.

Das Europaparlament hatte im Februar von der Kommission eine Überprüfung der Zeitumstellung gefordert. Bei einer nicht repräsentativen Onlinebefragung im Juli sprachen sich 84 Prozent der rund 4,6 Millionen Teilnehmer gegen die Zeitumstellung aus. Auf ein besonders hohes Interesses stieß die Befragung in Deutschland.

koe

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