Open Access Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen soll besser werden

Forschungsarbeiten, die von Steuergeldern ermöglicht wurden, sollen leichter einsehbar sein. Forschungsministerin Wanka hat eine entsprechende Initiative gestartet.

Flut von Studien: Ein Mensch kann nur eine begrenzte Informationsmenge verarbeiten
Corbis

Flut von Studien: Ein Mensch kann nur eine begrenzte Informationsmenge verarbeiten


Wissenschaftliche Publikationen sollen künftig für jeden leichter zugänglich sein. Das Bundesforschungsministerium startete dazu am Dienstag eine Open-Access-Strategie, damit Veröffentlichungen der Allgemeinheit unentgeltlich über das Internet zur Verfügung gestellt werden.

"Freier Zugang zu Wissen ist ein Sprungbrett für die gesellschaftliche Entwicklung", erklärte Forschungsministerin Johanna Wanka (CDU).

Zu der Strategie gehört etwa eine Klausel für alle durch das Forschungsministerium geförderten Projekte. Wissenschaftliche Artikel zu diesen Projekten sollen demnach entweder gleich unter einem Open-Access-Modell publiziert oder nach Ablauf einer Embargofrist in einen geeigneten Dokumentenserver eingestellt werden können.

Das Ministerium will zudem Länder, Hochschulen und Forschungseinrichtungen beim Ausbau ihrer Aktivitäten in diesem Bereich unterstützen.

"Wichtig ist mir, dass die Ergebnisse von Forschung, die mit Steuergeld gefördert wurden, für die Allgemeinheit unentgeltlich verfügbar werden", erklärte Wanka. Die digitalen Medien ermöglichten solche Publikationen, "und wir müssen es schaffen, dass diese Chancen stärker ergriffen werden".

boj/AFP

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.