Washington - Die Temperatur hat laut einem Bericht der Nationalen Behörde für Ozeane und Atmosphäre (NOAA) der USA von Dezember bis Februar 0,72 Grad Celsius über dem Mittelwert für das 20. Jahrhundert gelegen. Damit war der vergangene Winter der weltweit wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen im 19. Jahrhundert. Die ersten Daten stammen aus dem Jahr 1880.
Die Wissenschaftler machen zum Teil das El-Niño-Wetterphänomen, das die Meeresoberfläche im östlichen Pazifik aufgewärmt habe, für den ungewöhnlich milden Winter verantwortlich. Das Phänomen sei im Januar besonders stark zu spüren gewesen.
Den NOAA-Angaben zufolge stieg seit 1906 die weltweite Temperatur im Durchschnitt pro Jahrzehnt um 0,06 Grad an.
Auch die Winter der Jahre 2004 und 1998 waren den Klimaforschern zufolge besonders mild. Sie folgen auf der Liste der wärmsten Winter direkt dem des vergangenen Jahres. Die zehn wärmsten Jahre insgesamt seit Beginn der Aufzeichnungen traten seit 1995 auf. Experten rechnen damit, dass 2007 das wärmste Jahr seit Beginn der Messungen werden könnte.
Die US-Behörde wertet den milden Winter 2006 allerdings nicht als Beweis für den Einfluss von Treibhausgasen auf das Klima. Gleichwohl seien Treibhausgase für die globale Erwärmung mitverantwortlich.
hen/AP/dpa
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