Von 1979 bis 1986 sank die Zahl der Savannenelefanten von 1,3 Millionen auf etwa 600.000. Im Jahre 1989 wurde deswegen der internationale Elfenbeinhandel verboten. Aber auch heute schrecken die Wilderer nach wie vor nicht davor zurück, die Tiere auch in Reservaten zu erlegen. Der heutige Grund für die Jagd ist allerdings der lokale und regionale Bedarf an Elefantenfleisch.
Es gibt zwei Unterarten des Afrikanischen Elefanten: den großen Savannenelefant mit einer Schulterhöhe von vier Metern und den wesentlich kleineren Waldelefanten (bis 2,50 Meter). Der Savannenelefant ist das größte Landsäugetier der Erde.
Rund 16 Stunden braucht der Savannenelefant jeden Tag für die Nahrungsaufnahme. Die immer kleinere Lebensraum ist deshalb neben der Wilderei ein zusätzliches Gefahrenpotenzial. In einigen Ländern wie Botswana, Simbabwe oder Sambia wird zwar über "Überpopulationen" geklagt, in anderen Staaten wie zum Beispiel Uganda und Kenia lebt aber nur noch ein Bruchteil des ursprünglichen Bestandes.
Der Waldelefant, der in den tropischen Feuchtwäldern West- und Zentralafrikas lebt, ist noch stärker gefährdet. Innerhalb von nur zehn Jahren nahm der Bestand um rund 50 Prozent ab. Auch der Waldelefant hat eine wichtige Aufgabe in der Natur: Er ist durch seinen Kot der wichtigste Verbreiter der Baumsamen, erhält damit also die biologische Vielfalt seines Lebensraumes.
Alwin Schröder
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