Russische Jäger töten nach Erkenntnissen von amerikanischen Forschern im Meeresgebiet zwischen Russland und Alaska immer mehr Eisbären. Der Trend könne zu einer Gefährdung der Eisbärenpopulation führen, heißt es in einer Studie der US-Fischerei- und Naturschutzbehörde. Schätzungen zufolge töten russische Jäger in der Tschuktschen-See jährlich 100 bis 250 der Bären.
In Alaska erlegten Jäger in den sechziger Jahren jährlich 190 Eisbären, die Population schrumpfte daraufhin deutlich. Seit 1972 ist die Jagd in Alaska nur noch Eingeborenen erlaubt, die jährlich rund 50 der Tiere töten. In Russland wurde die Jagd bereits in den fünfziger Jahren verboten, doch seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion ist die Kontrolle des Verbots schwierig geworden.
Ausgehend von einem Bestand von 4000 Eisbären und einer jährlichen Jagdrate von 180 Tieren könnte die Population in weniger als zwei Jahrzehnten um die Hälfte dezimiert werden, schätzt die US-Fischerei- und Naturschutzbehörde. Die Jagd auf die weißen Räuber hat nach Ansicht von Experten zugenommen, weil die Bevölkerung im Lebensraum der Tiere unter akuter Geldnot leidet.
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