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03.07.2003
 

Chilenische Küste

Angespülter Fleischberg lässt Forscher rätseln

Ein gigantischer Gewebehaufen, der in Chile an Land gespült ist, bereitet Meeresbiologen Kopfzerbrechen. Ist der schleimige Kloß ein seltener Riesenoktopus oder nur ein verwester Wal?

Forscher beim Vermessen des Kadavers: "Seltsames Exemplar"
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AP

Forscher beim Vermessen des Kadavers: "Seltsames Exemplar"

Ein zwölf Meter langer, formloser Berg aus rosagrauem Gewebe beschäftigt derzeit Experten aus Amerika und Europa. Der Fleischkloß, der in der vergangenen Woche an einem Strand nahe der südchilenischen Stadt Puerto Montt gefunden wurde, könnte ersten Einschätzungen zufolge ein seltener Kopffüßer sein. Allerdings ist auch nicht ausgeschlossen, dass es sich um die verwesten Reste eines Wales handelt.

Die zur Identifizierung angereiste Meeresbiologin Elsa Cabrera vom Zentrum für Walschutz in Santiago erklärte, weder sie noch ihre Kollegen hätten "ein solch seltsames Exemplar" zuvor gesehen. Die ratlosen Forscher kontaktierten daraufhin Experten in den USA und Europa. Nach Auskunft europäischer Fachleute ähnelt der Fleischkloß den Beschreibungen eines bizarren Geschöpfes, das 1896 in Florida angespült wurde und den Namen "Octopus giganteus" erhielt.

Allerdings liegen bislang erst vorläufige Untersuchungsergebnisse vor. Angesichts des kargen Datenmaterials halten manche Experten deshalb eine andere Erklärung für wahrscheinlicher. Demnach könnte der angespülte Gewebeklumpen auch von einem verendeten, zum Teil verwesten Wal stammen. Endgültige Gewissheit können erst eingehende Analysen bringen. Die chilenischen Forscher planen deshalb, Gewebeproben zur Untersuchung ins Ausland zu schicken.

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