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28.07.2003
 

Suchaktion beendet

Es gibt kein Monster im Loch Ness

Schlechte Neuigkeiten für Nessie-Fans: Ein Forscherteam hat eine aufwendige Hightech-Suchaktion beendet. Das Ergebnis ist eindeutig - in dem schottischen See gibt es kein Monster.

Historische Nessie-Fälschung: Das Monster bleibt ein Mythos
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AP

Historische Nessie-Fälschung: Das Monster bleibt ein Mythos

Mit 600 Sonargeräten und Satellitennavigations-Ausrüstung hatten die Wissenschaftler im Auftrag der britischen BBC den See durchsucht - aber kein Monster, nicht einmal ein größeres Tier gefunden. Bisher war spekuliert worden, dass es sich bei dem Monster vielleicht um einen Nachkommen des Plesiosaurus handeln könnte, der seit 150 Millionen Jahren als ausgestorben gilt.

Erst vorvergangene Woche waren am Ufer des Loch Ness die fossilen Wirbel eines Raubsauriers entdeckt worden. Adrian Shine, Nessie-Forscher und Leiter des Loch-Ness-Museums, bezeichnete den Fund allerdings als Fälschung: Der Sandstein, in dem das Fossil steckte, sei von marinen Bohrwürmern durchlöchert, die nur im Salzwasser des Ozeans vorkämen.

Das Loch-Ness-Forscherteam war nach Angaben der BBC dennoch überzeugt, dass ein großes Raubtier in den kalten Tiefen von Loch Ness überlebt haben könnte, auch wenn Wasserreptilien subtropische Gewässer bevorzugen. Die Forscher orientierten sich deshalb an den Verhaltensweisen moderner Wasserreptilien wie etwa Krokodilen und Lederschildkröten, um Anhaltspunkte für das mögliche Verhalten eines Plesiosaurus zu bekommen. Bis zuletzt hofften sie, dass die Instrumente an Bord ihrer Schiffe Sonarechos von der Luft aus Nessies Lungen entdecken würden.

Loch Ness in Schottland: Großer See, keine Nessie
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DER SPIEGEL

Loch Ness in Schottland: Großer See, keine Nessie

"Wir suchten von Ufer zu Ufer, von der Oberfläche bis zum Grund, wir haben überall nachgesehen, aber wir fanden kein Anzeichen irgendeines großen Tieres", sagte Ian Florence, einer der beteiligten Experten. Den Forschern bleibt nur ein schwacher Trost: "Wir haben ein paar gute Daten von Loch Ness", meint Hugh MacKay. "Der See hat steile Flanken und einen flachen Grund."

Um ganz sicher zu gehen, dass Nessie wirklich nur ein Mythos ist, schritten die Wissenschaftler zur Gegenprobe: Sie zogen einen Zaunpfahl, den sie zuvor im See versenkt hatten, an die Oberfläche - direkt vor den Augen einer staunenden Touristengruppe. Anschließend befragten sie die Überraschten, was sie da gesehen hätten. Die meisten sprachen von einem quadratischen Objekt. Gleich mehrere aber griffen zu Stift und Zettel - und malten Monsterköpfe.

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