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01.10.2004
 

Neue Hoffnung

Ozonloch schrumpft um 20 Prozent

Das Ozonloch über der Antarktis ist kleiner geworden. Mehrere voneinander unabhängige Messungen ergaben, dass das Loch in diesem Jahr um 20 Prozent geschrumpft ist. Forscher betonen jedoch, dass dies noch kein sicheres Zeichen für eine Erholung der Ozonschicht ist.

Ozon-Verteilung über der Südhalbkugel: Das Loch ist geschrumpft
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DLR

Ozon-Verteilung über der Südhalbkugel: Das Loch ist geschrumpft

Das neuseeländische National Institute of Water & Atmospheric Research (Niwa) bestätigte Beobachtungen der US-Raumfahrtbehörde Nasa, denen zufolge sich das Ozonloch über der Antarktis von rund 29 Millionen Quadratkilometer im Jahr 2003 auf nunmehr 24 Millionen Quadratkilometer verkleinert hat. Nasa-Messungen zufolge war das Ozonloch im vorigen Jahr auf die nahezu dreifache Größe Europas angewachsen. Es war nach einem Rekord-Ozonloch von 29,8 Millionen Quadratkilometern im Jahr 2000 das zweitgrößte, das jemals gemessen wurde.

Niwa-Mitarbeiter Stephen Wood warnte aber davor, das Schrumpfen des Ozonlochs als Zeichen einer generellen Entspannung zu sehen: Die aktuelle Veränderung könne durchaus natürliche Ursachen haben und müsse nicht auf menschliche Einflüsse zurückgehen. "Wir müssten schon eine Verkleinerung über mehrere Jahre beobachten, um sagen zu können, dass sich die Ozonschicht erholt", betonte Wood.

Ursache des Lochs in der Ozonschicht, die sich in 15 bis 30 Kilometern Höhe befindet, sind Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) und andere Ozonkiller. Die Ausdehnung des Ozonlochs wird dann maßgeblich durch den Südpolarwirbel bestimmt. Auf Grund des Montréal-Protokolls zum Schutz der Ozonschicht von 1987 hat die weltweite FCKW-Produktion stark abgenommen. Forscher vermuten daher, dass das Ozonloch über dem Südpol in etwa 50 Jahren verschwunden sein könnte.

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