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01.10.2004
 

Mount St. Helens

Vulkanforscher verschärfen Warnung

Die Gefahr einer Eruption des Mount St. Helens wird immer größer. US-Wissenschaftler glauben, dass der Vulkan mit 70-prozentiger Wahrscheinlichkeit innerhalb der nächsten Tage oder Wochen ausbrechen wird.



Satellitenbild vom Mount St. Helens im September 2003: Ausbruch von 1980 sprengte Bergspitze weg
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AP

Satellitenbild vom Mount St. Helens im September 2003: Ausbruch von 1980 sprengte Bergspitze weg

Der Mount St. Helens schüttelt sich immer heftiger. Mittlerweile messen Forscher drei bis vier Erdstöße pro Minute. Solche Serien kleiner Erdbeben sind nach Ansicht von Geologen und Seismologen ein nahezu sicheres Anzeichen für den bevorstehenden Ausbruch eines Vulkans. Eine derart starke Aktivität habe der Mount St. Helens seit 18 Jahren nicht mehr gezeigt, erklärte die Bundesbehörde US Geological Survey. Zugleich habe sich der Lavadom im Krater des Vulkans seit Montag um mehr als sechs Zentimeter bewegt. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass eine 70-prozentige Wahrscheinlichkeit eines Ausbruchs innerhalb der nächsten Tage oder Wochen besteht.

Besonders gefährlich könnte die Art der Eruption werden: Die Wissenschaftler befürchten, dass ein explosiver Ausbruch des Mount St. Helens bevorsteht. Vor 24 Jahren riss eine solche Explosion die gesamte Spitze des Berges weg. Eine 20 Kilometer hohe Aschewolke schoss in den Himmel, eine Schutt- und Schlammwalze verwüstete Hunderte Quadratkilometer Wald im US-Bundesstaat Washington. 57 Menschen kamen ums Leben.

Mount St. Helens am Donnerstag, Lavakuppel in der Mitte des Kraters: Erdbebenserie und deutet auf baldigen Ausbruch hin
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AFP/ USGS

Mount St. Helens am Donnerstag, Lavakuppel in der Mitte des Kraters: Erdbebenserie und deutet auf baldigen Ausbruch hin

"Wir glauben an eine erhöhte Wahrscheinlichkeit einer Explosion", sagte Cynthia Gardner vom Cascades Volcano Observatory dem US-Sender CNN. Möglich sei eine "kleine bis mittelgroße" Explosion, bei der Felsen bis zu fünf Kilometer vom Krater weg geschleudert würden. Die Asche würde sich bis zu drei Kilometer in die Atmosphäre erheben und könnte mit dem Wind fast 20 Kilometer in die Umgebung verteilt werden.

Die größte Gefahr eines solchen Ausbruchs würde sich für die Luftfahrt ergeben, sagte Gardner: Vulkanische Asche könne unter anderem die Triebwerke von Flugzeugen ausfallen lassen. Die US-Waldschutzbehörde hat den Krater und alle Wege, die über 1600 Meter Höhe liegen, abgesperrt. Eine Webcam überträgt Livebilder des Vulkans.

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