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25.07.2005
 

Sahara-Sand

Riesige Staubwolke weht auf Florida zu

Eine riesige Sandwolke aus der Sahara treibt auf den Süden der USA zu. Experten sehen kaum Gefahren für die Bewohner Floridas, versprechen aber spektakuläre Sonnenauf- und -untergänge.

Sandsturm über Sahara (18. Juli 2005): "Es wird ziemlich interessant sein"
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NASA/ GSFC

Sandsturm über Sahara (18. Juli 2005): "Es wird ziemlich interessant sein"

Die Zahl der Sandstürme in der Sahara ist in den letzten Jahrzehnten gestiegen. Dabei gelangen Millionen Tonnen feinen Staubs in die Atmosphäre und werden Tausende Kilometer weit transportiert, nach Europa, Grönland oder wie jetzt über den Atlantik nach Florida.

Derzeit bewegt sich eine Sandwolke von etwa 2400 mal 4000 Kilometern Größe auf den Süden der USA zu. Sie hat somit fast die Ausmaße der Vereinigten Staaten. Nach Angaben des Wetterdienstes in Miami werden die ersten Ausläufer der Sandwolke zwischen Montag und Mittwoch Florida überqueren. "Das wird kein schreckliches Ereignis sein", beruhigte der Wetterexperte Jim Lushine. "Aber es wird ziemlich interessant." Lushine sagte, der Sand könne für spektakuläre Sonnenauf- und -untergänge sorgen.

Derartige Staubwolken seien in dieser Jahreszeit nicht ungewöhnlich. Sie beginnen damit, dass als "tropische Wellen" bezeichnete Wetterbedingungen Sand über Nordafrika aufnehmen, diesen in die Atmosphäre transportieren und dann westwärts treiben.

Wenn der Staub hoch genug konzentriert ist, könnte er Menschen, die ohnehin schon Atemprobleme haben, zusätzliche Beschwerden bereiten. Mediziner empfehlen Betroffenen, körperliche Anstrengung zu vermeiden und möglichst in geschlossenen Gebäuden zu bleiben.

Der Staubtransport über den Atlantik spielt für Ökosysteme eine wichtige Rolle. Beispielsweise düngen Sandstürme aus der Sahara in der Amazonas-Region regelrecht den Regenwald. In der Karibik stammt fast die gesamte obere Erdschicht aus Afrika. Während der Sommermonate bewegen sich die Sahara-Wolken Richtung Karibik, im Winter in die Amazonas-Region.

Die Wolken transportieren jedoch nicht nur Staub, sondern sehr wahrscheinlich auch Krankheitserreger und Pilze. So werden Sandstürme für eine Pilzerkrankung von Zitronenbäumen in Florida verantwortlich gemacht, die vor allem nach Stürmen ausbrechen soll, die Sand aus Afrika mitbringen.

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