Montreal - Zum Abschluss der zweiwöchigen Weltklimakonferenz in Montreal stand am Freitagabend der Entschluss zu dem neuen Abkommen im Raum. Der frühere US-Präsident Bill Clinton bezeichnete vor den Delegierten die ablehnende Haltung seines Nachfolgers George W. Bush zum Kyoto-Protokoll als "schlicht falsch". Es stimme nicht, dass die Reduzierung von Treibhausgasen der amerikanischen Wirtschaft schaden würde, sagte Clinton zum Hauptargument Bushs gegen das Kyoto-Protokoll. Mit einer disziplinierten Anstrengung könnten die USA die Kyoto-Ziele vielmehr auf eine Art erfüllen, "die unsere Wirtschaft stärkt und nicht schwächt".
Es könne nicht mehr ernsthaft bezweifelt werden, dass es einen von Menschen verursachten und beschleunigten Klimawandel gebe, sagte Clinton weiter. Seine Regierung hatte 1997 dem internationalen Kyoto-Protokoll für den Klimaschutz zugestimmt, dessen Ratifizierung von Bush dann aber abgelehnt wurde. Der Anteil der USA am weltweiten Ausstoß der gefährlichen Treibhausgase liegt bei über 25 Prozent.
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel kündigte vor den Teilnehmern aus mehr als 182 Staaten an, dass Deutschland die Maßnahmen zum Klimaschutz in den Entwicklungsländern mit einer Million Dollar unterstützen werde. Die Bundesregierung wolle auf diese Weise die Politik einer nachhaltigen Entwicklung fördern.
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