Jeff Williams sieht die Erde von oben - und diese Woche bekam der Nasa-Astronaut etwas besonders Spektakuläres vor die Linse. Von der internationalen Raumstation ISS aus sah Williams am 23. Mai etwas, das ihn verblüffte: Über dem Cleveland-Vulkan in Alaska hatte sich eine mächtige Rauchwolke gebildet.
Williams benachrichtigte das Alaska Volcano Observatory und machte dieses Foto: Eine graue Wolke zieht vom Krater des Vulkans aus in südwestlicher Richtung aufs Meer hinaus. Im oberen Bereich des Bildes ist eine Nebelbank zu erkennen, die über den Aleuten liegt, eine in dieser Region häufige Wetterlage. Die Rauchwolke selbst war nach Angaben des Alaska Volcano Observatory bis zu 6000 Meter hoch.
Die Vulkan-Wolke erwies sich als kurzlebiges Phänomen: Schon zwei Stunden später hatte sie sich vom Gipfel des Berges gelöst und war aufs offene Meer hinausgetrieben. Ein zweites Foto vom 24. Mai zeigt den Rauch, der auf die See südwestlich von Alaska hinausgewandert war.
Der Cleveland-Vulkan ist einer der aktivsten der Aleuten-Vulkane. Die Inselgruppe liegt vor der südwestlichen Küste Alaskas, am Rande der Beringsee. Cleveland ist ein Stratovulkan, der sich aus abwechselnden Schichten erkalteter Lava, komprimierter Vulkanasche und vulkanischen Gesteins zusammensetzt. Er ist 1730 Meter hoch und damit der höchste der sogenannten Four-Mountains-Vulkangruppe. Cleveland ist für den einzigen durch einen Vulkan verursachten Todesfall auf den Aleuten verantwortlich - er ereignete sich 1944.
cis
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wissenschaft | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Natur | RSS |
| alles zum Thema Satellitenbild der Woche | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH