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21.06.2006
 

Wetterphänomen

Riesenwellen an Amerikas Pazifikküste

Ein seltenes Wetterphänomen hat an der Westküste Mittel- und Südamerikas drei Tage lang für heftigen Wellengang gesorgt. In acht Ländern mussten Menschen ihre Häuser verlassen, weil bis zu sechs Meter hohe Brecher an die Küsten schlugen.

Die kräftige Brandung war noch in Kalifornien zu spüren, von Mexiko bis nach Chile sperrten die Behörden Strände. In mehreren Ländern wurden Häuser in Strandnähe zerstört: In Honduras allein fielen 300 Häuser den Wellen zum Opfer, auch aus Nicaragua, El Salvador und Mexiko wurden Überschwemmungen gemeldet.

"Ein ziemlich außergewöhnliche Sturm-System hat diese Wellen verursacht", erklärt Hugh Cobb vom National Hurricane Center in Miami. Auslöser war ein Tiefdruckgebiet einige hundert Kilometer vor Neuseeland. Es sorgte für Schneefall über dem Meer und für einen Sturm etwa 3200 Kilometer südlich der Galapagos-Inseln. Der führte dazu, dass riesige Wassermassen in Richtung Osten geschoben wurden. Mit vier Meter hohen Wellen rasten sie durch den Pazifik, bis das Wasser als hohe Brandung an der Westküste Amerikas ankam.

sac/ap

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