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20.12.2006
 

Vietnam

Vogelgrippe in zwei Provinzen ausgebrochen

Erstmals seit mehr als einem Jahr ist bei Zuchtvögeln in Vietnam wieder das Vogelgrippe-Virus nachgewiesen worden. Veterinärärzte hatten zuvor mehr als 125 Millionen Tiere gegen die Seuche geimpft.

In den südlichen Provinzen Bac Lieu und Ca Mau im Mekong-Delta seien nach dem Tod Tausender Hühner sechs Proben positiv auf den Virusstamm H5 getestet worden, teilte das zuständige Institut für Tiergesundheit in der Region am Mittwoch mit. Bisher gebe es aber noch keinen Nachweis, ob es sich um das auch für den Menschen gefährliche H5N1-Virus handle, an dem seit Ende 2003 allein in Vietnam 42 Menschen gestorben sind.

Huhn auf Markt in Hanoi (Archivbild): 7000 Tiere wurden bereits gekeult
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REUTERS

Huhn auf Markt in Hanoi (Archivbild): 7000 Tiere wurden bereits gekeult

"Gemäß den Vorschriften sprechen wir mit dem Nachweis des H5-Stammes von einer Vogelgrippe-Epidemie und ordnen die Schlachtung der Tiere an", sagte Institutssprecher Nguyen Ba Thanh. Um die Tierseuche einzudämmen, seien bereits 7000 Stück Geflügel in den betroffenen Provinzen gekeult worden.

Die Regierung in Hanoi hatte die im Land grassierende Vogelgrippe im vergangenen Jahr mit einem ausgedehnten Impfprogramm und Zuchtverboten unter Kontrolle gebracht. Mehr als 125 Millionen Hühner, Enten und anderes Geflügel wurden geimpft. Die kürzlich gefundenen infizierten Hühner und Enten waren den Angaben zufolge jedoch nicht geimpft.

Auch in Deutschland ist die Vogelgrippe nach wie vor ein Thema. Zwar sind bislang keine neuen Infektionsfälle bekannt. Wegen der verordneten Geflügel-Stallpflicht gibt es in diesem Jahr jedoch weniger Weihnachtsgänse. Nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands werden in diesem Jahr in Deutschland rund 1500 Tonnen Gänse produziert - etwa zehn Prozent weniger als 2005, sagte eine Sprecherin des Verbands am Mittwoch in München.

Die Vogelgrippe

Virus

DDP
Die Vogelgrippe, auch als Aviäre Influenza bekannt, ist eine hochansteckende Viruskrankheit und befällt vor allem Hühner und Puten, aber auch Wildvögel, Fasane und Perlhühner. Der Virusstamm H5N1 ist eine besonders aggressive Variante, die bei 80 bis 100 Prozent der erkrankten Tiere innerhalb weniger Tage zum Tod führt. In seltenen Fällen können sich auch Menschen anstecken. Weltweit wurden bisher über 300 solcher Fälle festgestellt, die meisten in Asien. Fast 200 Menschen starben. Die meisten hatten beruflich mit Geflügel zu tun.

Übertragen wird die Seuche von Tier zu Tier durch direkte Berührung, über Kot, Speichel und Tränenflüssigkeit oder über Kontakt mit infiziertem Material wie Transportkisten oder Eierkartons. Bei starker Staubentwicklung ist auch eine indirekte Ansteckung über die Luft möglich.

Symptome

Gefahr für Menschen

Behandlung

Die wegen der Vogelgrippe verordneten Vorschriften hätten dazu geführt, dass die Landwirte weniger Gänse züchten. Es gebe auch entsprechend weniger Importe aus Osteuropa. Nach einem Bericht des "Münchner Merkur" vom Mittwoch sind besonders Bioangebote knapp. Die Hälfte der 75 bayerischen Bio- Gänsebauern hätten ganz auf die Mast verzichtet, so das Blatt

hda/AFP/rtr/dpa

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