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08.02.2007
 

Protest-Aktion

Greenpeace veröffentlicht Genmais-Karte von Deutschland

Wo dieses Jahr Genmais überall angebaut wird, hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace auf einer Deutschlandkarte zusammengetragen. Die als Protest gemeinte Übersicht zeigt: 99 Prozent der Freilandversuche finden im Osten statt.

Hamburg - Es ist kein großes Geheimnis, das die Umweltschutzorganisation Greenpeace der Öffentlichkeit präsentiert. Dennoch dürfte die Darstellung viele Bundesbürger überraschen: Auf einer interaktiven Flash-Landkarte Deutschlands prangen orange Kreise und Dreiecke in zwei Größen. Sie zeigen, wo im Jahr 2007 genetisch veränderter Mais angebaut werden soll.

Genmais-Karte: Auch im Jahr 2007 Anbauflächen überwiegend in Ostdeutschland
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Greenpeace

Genmais-Karte: Auch im Jahr 2007 Anbauflächen überwiegend in Ostdeutschland

Agentenarbeit mussten die Gentechnik-Kritiker dafür nicht verrichten. Als Grundlage dienen Daten des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, wie Greenpeace mitteilte.

Demnach wurde für das Jahr 2007 eine Fläche von 3671 Hektar angemeldet. Der größte Teil der Anbaufläche liegt in Ostdeutschland, allein in Brandenburg sind 2083 Hektar vorgesehen. Es gebe aber auch 76 gentechnikfreie Regionen. Auf der Karte können Nutzer die einzelnen Bundesländer vergrößern und detailliert einsehen, für welchen Ort Genmais-Anbau beantragt worden ist - bis hin zu Gemarkung, Flur und Flurstück.

Im vergangenen Jahr wuchs Mais in Deutschland auf etwa 1,7 Millionen Hektar, der Anteil von Gen-Mais machte nur rund 1000 Hektar aus. Für 2007 sind nun fast viermal soviel angemeldet. Laut Greenpeace ist es aber unwahrscheinlich, dass auf allen angemeldeten Flächen auch wirklich Gen-Mais angebaut wird.

Entsprechende Freilandversuche sind in Deutschland genehmigungspflichtig. Immer wieder kommt es zu Vandalismus, unter der Feldzerstörungen durch Gentechnik-Gegner leiden auch Forschungsprojekte.

Die Kritiker dieser Technologie wenden ein, dass mögliche Gesundheitsfolgen nicht geklärt sind. Außerdem fürchten Ökolandwirte und andere Gentechnik-skeptische Bauern, dass ihre Anbauflächen durch den Pollen gentechnisch modifizierter Organismen verunreinigt werden könnten. Über die Frage von Mindestabständen und einer möglichen Haftung streitet die Bundesregierung seit Monaten.

stx/AP/ddp

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