Montag, 23. November 2009

Wissenschaft



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03.05.2007
 

Ausbreitung

Vogelgrippe in Ghana ausgebrochen

Die Vogelgrippe ist nach Ghana gelangt: Der Erreger H5N1 wurde auf einer Geflügelfarm nahe der Hauptstadt Accra nachgewiesen. Auch in Bangladesch breitet sich die Tierseuche weiter aus.

Accra/Dhaka - In Ghana gibt es den ersten Fall von Vogelgrippe. Nachdem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Auftreten des Virus H5N1 in Beständen des westafrikanischen Landes bestätigt hatte, wurden nun sämtliche Geflügelexporte ausgesetzt. Zudem gebe es nur eine Einfuhrgenehmigung für Geflügel aus Ländern, in denen das Virus nachweislich nicht vorkommt, teilten die Behörden mit.

Hühner auf einem Straßenmarkt (in Dhaka): Ghana und Bangladesch melden neue H5N1-Fälle
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REUTERS

Hühner auf einem Straßenmarkt (in Dhaka): Ghana und Bangladesch melden neue H5N1-Fälle

Amtliche Tierärzte besuchen derzeit Farmen im Umkreis der Hauptstadt Accra, um Tiere auf Symptome einer Infektion zu untersuchen. Sollte es Anzeichen dafür geben, würden die Tiere gekeult. Die Seuche war östlich der Hauptstadt ausgebrochen. Daraufhin wurden 1600 Tiere getötet.

Weltweit mussten in den vergangenen Jahren mindestens 200 Millionen Vögel wegen der Krankheit ihr Leben lassen. In Afrika trat der erste Fall bei Geflügel Anfang 2006 in Nigeria auf, wo im Februar dieses Jahres auch eine junge Frau nach der Infektion mit dem Erreger starb. Später kam es zu Ausbrüchen an der Elfenbeinküste und Burkina Faso - beides Nachbarstaaten von Ghana - sowie im nahe gelegenen Niger und Kamerun.

Auch in Bangladesch breitet sich das Virus weiter aus. Im Westen des Landes sind sechs Geflügelfarmen betroffen, teilte die Regierung mit. Rund 9000 Tiere seien gekeult und tausende Eier vernichtet worden. Menschen seien bisher aber nicht erkrankt. Das auch für den Menschen gefährliche H5N1-Virus war Ende März zuerst in der Region Dhaka aufgetreten. Es hatte die Tiere mehrerer Betriebe befallen und auf andere Bezirke des Landes übergegriffen. Fast 107.000 Hühner mussten dort seither getötet werden.

Mediziner stufen das H5N1-Virus als gefährlich ein, weil es nach einer Mutation zu einem weltweiten Grippe-Ausbruch, einer Pandemie, bei Menschen führen könnte. Bislang starben weltweit 172 Menschen an der Vogelgrippe. Erst kürzlich hatten Mikrobiologen zeigen können, dass sich der Erreger auch in Europa fortentwickelt hat.

stx/rtr

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