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Weltweite Abholzung Waldraub stillt Chinas Holzgier

2. Teil: Illegaler Holzschlag in 37 von 41 Nationalparks - das Geschäft wimmelt vor legalen Firmen, illegalen Fällkommandos, Militär und privaten Söldnern

"Bei diesem Tempo werden bis zum Jahr 2012 die Wälder Sumatras, Borneos und Sulawesis verschwunden und nur die Wälder von Papua noch übrig sein", sagte der indonesische Umweltaktivist Rully Sumada zu Reuters. Wie schwer jedoch ein Schutz zu verwirklichen ist, zeigt die gegenwärtig stattfindende Konferenz des Uno-Umweltprogramms (Unep) im niederländsichen Den Haag. Ein am heutigen Montag veröffentlicher Unep-Bericht resümmiert: "Satellitenbilder und Daten der indonesischen Regierung zeigen uns, dass in 37 von 41 Nationalparks illegal Holz geschlagen wird."

"Mit diesem Problem darf Indonesien nicht alleine gelassen werden", sagte Unep-Chef Achim Steiner. Doch die Bemühungen, weitere tropische Baumsorten unter Schutz zu stellen - und so deren Handel wenigstens einzuschränken - waren in den Niederlanden fast erfolglos. Rotholz war die einzige Spezies, die in den strengeren Anhang II der Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Faune and Flora (Cites) aufgenommen wurde. Daraus werden unter anderem Violinenbögen hergestellt. Der Versuch, weitere Bäume besser zu schützen, scheiterte am Widerstand mehrer Regierungen.

Wie eng die Verbindung zwischen Regierungen, legalen Firmen, illegalen Fällkommandos, Militär und privaten Söldnern ist, hatte erst kürzlich die britische Umweltschutzorganisation Global Witness angeprangert: Am Beispiel des südostasiatischen Kambodscha zeigte sie, wie eine kleptokratische Elite die natürlichen Ressourcen des Tropenwald-reichen Landes plündert.

Nur auf den schier endlosen Holzhunger Pekings zu verweisen, ist indes arg verkürzt: Nach den Chinesen sind beispielsweise die USA und die EU der zweit- und drittwichtigste Abnehmer für Holz aus Indonesien. Und Bodenbeläge, Massenmöbel und Mahagonikitsch aus chinesischer Produktion findet ebenso seinen Weg auf westliche Märkte.

Waldschutz-Experten plädieren für einen Ausbau von Kontroll- und Zertifikatsystemen. Das Netz aus legalen und illegalen Fällkommandos, Konzessionsnehmern, Zwischenhändlern, Brokern und Verwertern sei unglaublich unübersichtlich. "Wir ermutigen Käufer, jeden bis zum Beweis des Gegenteils für schuldig zu halten", sagte Scott Poynton von der Waldschutzorganisation Tropical Forest Trust (TFT) aus Genf in der Schweiz. China sei in diesem Netzwerk ein Riesenproblem, weil es illegales Holz aus der ganze Welt aufkaufe, verarbeite und wieder exportiere - eine Art globale Holzwäsche.

stx/rtr

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Herbert Schmitz 14.11.2006
- Weniger Auto fahren - Spritsparende Autos kaufen - Parteien wählen für die das Wort "Umweltschutz" mehr ist als nur ein Alibiwort - Haus/Wohnung dämmen - Weniger Heizen, effizientere Heizung kaufen - Weniger [...]
- Weniger Auto fahren - Spritsparende Autos kaufen - Parteien wählen für die das Wort "Umweltschutz" mehr ist als nur ein Alibiwort - Haus/Wohnung dämmen - Weniger Heizen, effizientere Heizung kaufen - Weniger Wasser verbrauchen - Lokal erzeugt Produkte kaufen - Weniger und kürzere Strecken fliegen - Solaranlage auf das Dach - Öfter mal Bahn statt Auto - Fahrgemeinschaften bilden - Ökologisch und nachhaltig erzeugte Produkte kaufen - Weniger Strom verbrauchen (z.B. Standby) - Zu einem Ökostromanbieter wechseln - Ökologisch sinnvolle Reinigungsmittel verwenden - Pfandflaschen kaufen - keine Getränke in Dosen kaufen - Stromfresser im Haushalt identifizieren und beseitigen - usw.
frittes 14.11.2006
... denn in einer lebensfeindlichen - weil zerstörten - Natur ist das ganze zusammengeraffte Geld keinen einzigen Pfifferling mehr wert. Der Mensch - so wird er nicht müde, von sich selbst zu behaupten - ist (angeblich) mit [...]
... denn in einer lebensfeindlichen - weil zerstörten - Natur ist das ganze zusammengeraffte Geld keinen einzigen Pfifferling mehr wert. Der Mensch - so wird er nicht müde, von sich selbst zu behaupten - ist (angeblich) mit Verstand "gesegnet". Wenn man aber seine zielstrebigen Bemühungen betrachtet, diese seine Welt aus lauter Geldgier spätestens für seine Urenkel nur mehr beschränkt bewohnbar zu machen (Endziel: unbewohnbarer Planet), dann darf ruhig an dieser seiner Behauptung ernsthaft gezweifelt werden. Die größte Umweltzerstörer-/-verschmutzer-Nation (auf der westlichen Halbkugel) bekommt jetzt ernstliche Konkurrenz von der Einwohner-stärksten Nation (auf der östlichen Hemisphäre): Diese beiden Länder tragen mit weitem Vorsprung zum derzeitigen "status quo" bei, bei dem absolut keine Rücksicht auf nachkommende Generationen genommen wird: Eine unbeschränkte, unstillbare und unbezähmbare Geldgier vernebelt den "gesunden Menschen"verstand (so vorhhanden) der Verantwortlichen und macht sie blind sogar für die Probleme ihrer eigenen Nachkommen - "Future happens NOW" ist das Motto der Verantwortlichen, und Geld, Geld, Geld verdienen ... auf Kosten eben dieser Umwelt, aller Spätfolgen zum Trotz. Was wollen wir also in Mittel-Europa ein paar Bäumchen pflanzen, wenn wir in unserer - halbwegs! - noch intakten Umwelt nicht einmal selbst bereit sind, ein paar Kilometerchen zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück zu legen, wenn solche dem Geld unbedingt hörigen Politiker allen Ernstes Bio-Diesel mit dem vollen Mineralöl-Steuersatz belegen wollen (Verzeihung, meine verantwortlichen Damen und Herren Politiker in Berlin: Blöder geht's ja wohl wirklich nimmer!), wenn Technologie-Anwendungen für erneuerbare natürliche Energie-Erzeugung immer noch um Hausecken teurer kommen als die eingelaufenen Systeme aus fossilen Brennstoffen ... dann gehört wohl mehr dazu, als unsere schon beinahe zu-asphaltierte/zu-betonierte Heimat wieder mit ein paar Bäumen aufzuforsten. Leider ist der Zweck klar durchschaubar: Die Steuer auf fossile Brennstoffe schwemmt immer noch viel zu viel Geld in die Taschen der Politiker (auch privat, siehe G. Schröder), als dass konsequent auf den Ausstieg dieser Energieträger verzichtet werden will (man könnte es zwar sehr wohl ... aber das ist im Augenblick alles eine Frage des - momentanen - Geldes!) Wälder aufforsten: JA! Das kann aber nur ein winziger Anfang sein, das Problem schnellstens [b]richtig und gründlich[/] anzupacken!
Byrne 14.11.2006
Das schöne an den Bäumen ist ja, dass die sich von selbst vermehren, wenn wir Menschen oder die Tiere (die bösen Rehe z.B.) die nur lassen;-) Anders sähe es aus, wenn große CO2-Emmitenten zum Ausgleich nicht nur ein Bäumchen [...]
Das schöne an den Bäumen ist ja, dass die sich von selbst vermehren, wenn wir Menschen oder die Tiere (die bösen Rehe z.B.) die nur lassen;-) Anders sähe es aus, wenn große CO2-Emmitenten zum Ausgleich nicht nur ein Bäumchen Pflanzen, sondern ganze Wälder anlegen würden. Nur ist das gar nicht so einfach, wie sich das so mancher vorstellt. Und ob dies zu einem nennenswerten Rückgang des CO2 in der Luft führen würde, ist auch nicht so sicher.
Cespenar 14.11.2006
Das ein ausreichender Waldbestand als "grüne Lunge" unsere Klimasünden vollständig kompensiert ist natürlich Unsinn. Wälder können dennoch sehr viel leisten und sind zudem die Lebensgrundlage für unzählige Lebewesen. Um [...]
Das ein ausreichender Waldbestand als "grüne Lunge" unsere Klimasünden vollständig kompensiert ist natürlich Unsinn. Wälder können dennoch sehr viel leisten und sind zudem die Lebensgrundlage für unzählige Lebewesen. Um deren Lebensraum zu schützen ist es am besten darauf zu achten woher Holzprodukte (sei es Papier, die Inneneinrichtung oder eine Packung Streichhölzer) stammen Von "saufen für den Regenwald" halte ich nichts, das ist mehr Marketing als der Wille wirklich etwas zu verändern Am aller Effektivsten scheint mir immer noch das Energie sparen zu sein, und langfristig wären meiner Meinung nach nur die Solarenergie(sehr hoher Wirkungsgrad vorausgesetzt) und die Kernfusion wirkliche Problemlöser Wenn wir es bis dahin geschafft haben ohne die Umwelt nachhaltig zu schädigen haben wir gute Chancen noch etwas länger auf der Erde zu verweilen Wetten darauf würde ich allerdings nicht annehmen
Svega 14.11.2006
Die Frage muss heißen: Was KANN jeder einzelne tun? Fangen wir mal beim Auto an ....
Die Frage muss heißen: Was KANN jeder einzelne tun? Fangen wir mal beim Auto an ....
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