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Seuchenausbruch Neue Vogelgrippe-Fälle in Deutschland

Acht tote Schwäne, eine Ente und eine Gans – vorläufige Bilanz des jüngsten Ausbruchs der Vogelgrippe in Nürnberg. Das Friedrich-Löffler-Institut hat nun bestätigt, dass die Tiere an dem auch für Menschen gefährlichen H5N1-Virus erkrankt waren. Die Stadt hat einen Sperrbezirk eingerichtet.

Nürnberg/Hamburg – Zwei Schwäne waren bereits in der vergangenen Woche aufgefunden worden, gestern kamen die übrigen Vogel-Kadaver hinzu. Untersuchungen des nationalen Referenzlabors des Friedrich-Löffler-Instituts auf der Insel Riems ergaben heute zudem, dass sich drei der gefundenen Wildvögel mit dem H5N1-Erreger infiziert hatten. Diese Variante des Virus ist auch für den Menschen gefährlich.

Die betroffenen Gebiete rund um die Fundorte, dem Nürnberger Wöhrder See und dem Silbersee, wurden zum Sperrbezirk erklärt. 21 Tage lang gelten dort nun in einem Radius von vier Kilometern besondere Vorschriften für Geflügelhalter: Damit das Virus nicht auf Nutztiere überspringt, müssen die Züchter Desinfektionswannen aufstellen und dürfen keine Fremden in die Ställe führen. Außerdem dürfen Hunde und Katzen im Sperrbezirk nicht frei herumlaufen.

Die Vogelgrippe
DDP
Die Vogelgrippe, auch als Aviäre Influenza bekannt, ist eine hochansteckende Viruskrankheit und befällt vor allem Hühner und Puten, aber auch Wildvögel, Fasane und Perlhühner. Der Virusstamm H5N1 ist eine besonders aggressive Variante, die bei 80 bis 100 Prozent der erkrankten Tiere innerhalb weniger Tage zum Tod führt. In seltenen Fällen können sich auch Menschen anstecken. Weltweit wurden bisher über 300 solcher Fälle festgestellt, die meisten in Asien. Fast 200 Menschen starben. Die meisten hatten beruflich mit Geflügel zu tun.

Übertragen wird die Seuche von Tier zu Tier durch direkte Berührung, über Kot, Speichel und Tränenflüssigkeit oder über Kontakt mit infiziertem Material wie Transportkisten oder Eierkartons. Bei starker Staubentwicklung ist auch eine indirekte Ansteckung über die Luft möglich.
Zuletzt hatte die Weltorganisation für Tiergesundheit erste Erfolge in der Bekämpfung des Vogelgrippevirus H5N1 gemeldet: In der ersten Hälfte des Jahres habe es weniger tödliche Erkrankungen bei Wild- und Zugvögeln gegeben. In Europa wurden nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts seit August 2006 keine H5N1-Fälle bei Wildvögeln mehr festgestellt.

jkr/AP/ddp

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