Für viele Deutsche war der vergangene Sommer keiner, der seinen Namen verdient hätte. Zu wenig Sonne, zu viel Regen, zu kalt. Kaum vorstellbar, dass angesichts dieser Erinnerungen wahr ist, was die Meteorologen heute melden: Der Sommer war wärmer, als es diese Jahreszeit sonst durchschnittlich ist. Mit 17,2 Grad lag die Temperatur gut fünf Prozent über dem langjährigen klimatologischen Mittel, teilte jetzt der Deutsche Wetterdienst in Offenbach mit.
Laut der vorläufigen Bilanz des Wetterdienstes war es 2007 0,9 Grad wärmer als im Durchschnitt der Jahre 1961 bis 1990. Außerdem war der Sommer 2007 viel zu nass: Die gemessene Niederschlagsmenge an den rund 2.200 Stationen des Deutschen Wetterdienstes lag um rund 30 Prozent über dem Durchschnittswert.
Die Sonnenschein-Bilanz liegt dagegen im Bereich des Normalen - und das trotz des vielen Regens: Zwischen dem 1. Juni und dem 27. August lag die Zahl der Stunden mit Sonnenschein lediglich drei Prozent unter dem langjährigen Mittelwert.
Einschränkend wies der Wetterdienst darauf hin, dass bis zum Ende des meteorologischen Sommers am 31. August noch leichte Schwankungen möglich sind.
Zuletzt gab es in Deutschland eine ganze Serie zu warmer Monate: So war der verregnete Juli der elfte zu warme Monat in Folge. Zuvor hatte der Deutsche Wetterdienst drei Rekordjahreszeiten in Folge gemeldet: Der Frühling 2007, der Winter 2006/07 und der Herbst 2006 waren jeweils die wärmsten seit Beginn regelmäßiger Wetteraufzeichnungen. Im vergangenen Winter waren die Temperaturmittelwerte der bislang wärmsten Winter 1974/75 und 1989/90 laut Wetterdienst "um sagenhafte 0,7 Grad übertroffen" worden.
khü/AP
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