Es ist eine Liste des Schreckens: In den meistverschmutzten Städten ist nicht einfach nur die Luft ein wenig dreckiger - ihre Bewohner, insbesondere Kinder, leiden oft unter schweren Krankheiten. Manche sind grässlich entstellt, andere sterbenskrank. Das Internationale Grüne Kreuz und das US-amerikanische Blacksmith Institute haben jetzt eine Neuauflage ihrer Liste der dreckigsten Orte der Welt veröffentlicht.
Das Ergebnis: China, Indien und Russland stehen an der Spitze der Umweltverschmutzung. Jeweils zwei der zehn dreckigsten Orte der Welt liegen in einem dieser Länder. Gegenüber dem vergangenen Jahr sind vier neue Orte hinzugekommen: Sumgait in Aserbaidschan, Tianying in China sowie Sukinda und Vapi in Indien. Nur drei der "Dirty Ten" liegen außerhalb Asiens. Insgesamt leben in den zehn Städten mehr als zwölf Millionen Menschen, wie das Grüne Kreuz mitteilte.
Der Bergbau, der Rüstungswettlauf während des Kalten Kriegs und unkontrollierte Industrieproduktion seien die Hauptverursacher der Verschmutzungen. In Tianjing etwa liege eine riesige Bleiproduktionsanlage, die für die Hälfte der Gesamtproduktion des ganzen Landes verantwortlich sei.
Die Rangliste enthält die Top-Ten der schmutzigsten Orte in alphabetischer Reihenfolge, eine Wertung innerhalb der Liste wurde nicht vorgenommen. Angesichts der Unterschiede in der Größe der Städte, ihrer Bevölkerungszahl und der Art der Verschmutzung sei das nicht sinnvoll, so das Blacksmith Institute.
"Es ist eine unbestreitbare Tatsache, dass Kinder an diesen Orten mit starker Umweltverschmutzung erkranken und sterben", erklärte Stephan Robinson vom Grünen Kreuz. Dabei sei es nicht einmal besonders schwierig, die schlimmsten Folgen der Umweltverschmutzung zu lindern. Seit dem Bericht im vergangenen Jahr sei allerdings nur wenig unternommen worden. 2006 hatte auch die Uno berichtet, dass Umweltverschmutzung jährlich 13 Millionen Menschen tötet.
Die "World's 10 worst-polluted places" sind nach Auswahl des Blacksmith Institute :
mbe/AP
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